Im Blickfeld von Klaus Himpsl-Gutermann: Mein Weblog

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Lange habe ich gezögert, nun mit dem neuen Jahr 2011 ist es nun doch so weit und ich werde einen Teil meines E-Portfolios öffentlich machen.

Mit meinem öffentlichen Präsentationsportfolio habe ich mir vorgenommen, über die wichtigsten Ergebnisse meiner Arbeit als Wiss. Mitarbeiter und Lehrgangsleiter laufend zu informieren - einerseits für die Studierenden aus meinen beiden Lehrgängen, andererseits natürlich auch für die wissenschaftliche Community und die interessierte Öffentlichkeit.

In meinem Mahara-Portfolio sehe ich u.a. den Vorteil, dass meine diversen Online-Aktivitäten wie Newsbeiträge auf der DUK-Homepage, Blogbeiträge, sowie Twitter-Nachrichten übersichtlich dargestellt werden.

Ergänzt wird dieses öffentliche Portfolio weiterhin durch Ansichten, die - je nach Zweck - nur eingeloggten Usern/Userinnen bzw. bestimmten Gruppen oder einzelnen Personen auf www.mahara.at zugänglich sind.

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Veröffentlicht von Klaus Himpsl-Gutermann am 08. Januar 2011, 00:51 | Kommentare (0)

Vergleich von E-Portfolio Tools

wesfryer.pngBin gerade über einen interessanten Blogbeitrag vom April 2010 gestoßen. Der bekannte Educational Technologist und Blogger Wesley Fryer aus Oklahoma beschäftigt sich mit der Frage, welche E-Portfolio Tools für eine High School empfohlen werden können. Diese Frage hat mich 2007/2008 ja sehr intensiv beschäftigt, als ich an der Evaluation von E-Portfolio Software gearbeitet habe. Ausgehend von einer Anfrage, ob Moodle denn als E-Portfolio-Lösung geeignet wäre, kommt Fryer zu einem ähnlichen Schluss wie ich: eine Lernplattform kann nur bedingt zur E-Portfolio-Arbeit zweckentfremdet werden, wenn man "out of the scratch" eine Lösung neu implementieren will, gibt es zu Mahara wenig Alternativen. Eine zentrales Argument dabei ist die differenzierte Zugriffsregelung, die Mahara auf das eigene Portfolio - auch auf Teile davon - erlaubt. Wesley schreibt:

One of the biggest concerns I have with developing student portfolios exclusively within a "walled garden" environment like Moodle or Sakai is that other people (without a login) often do NOT have access to the content published there. If students move to a different school, it makes sense that their online portfolio should follow them.


Dies ist auch einer der Hauptgründe, warum wir eine stärkere Verschränkung von Mahara mit der Lernplattform Moodle am IMB bisher nicht vorgenommen haben - unsere Studierenden sollen als Alumni die Plattform auch nach dem Ende und außerhalb des Studiums verwenden können.

Insbesondere wenn mit Jugendlichen in der Schule E-Portfolios erstellt werden, fügt Fryer hinzu:

A student's ePortfolio should reflect and encompass their individual digital footprint. When an ePortfolio is built entirely in a walled-garden, password-protected environment, the opportunity to create and shape a digital portfolio on the open web is squandered. I recognize everything we create for school classes and on our own should not necessarily be published on the "global stage" (using Marco Torres' term) for the world to see. I am concerned, however, that in many schools we are NOT providing coaching and guidance to students about their digital footprint. Creating and maintaining ePortfolios for assessment purposes can provide that opportunity.


Und genau hier kommt eine Stärke von Mahara zum Tragen: es bietet einen "halbgeschützten" Raum, um mit der E-Portfolio-Arbeit in einer geschlossenen Gruppe zu beginnen, mit der Möglichkeit, ganz bewusst einzelne Teile des Portfolios auch über die eigene Lerngruppe hinaus zu verwenden.

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Veröffentlicht von Klaus Himpsl-Gutermann am 09. Januar 2011, 19:10 | Kommentare (0)

Einladung in Reviewers Board

Kurz vor Weihnachten habe ich ein vorgezogenes Weihnachtspräsent bekommen: Edward Watson vom Center for Instructional Development and Educational Research (CIDER) der Virginia Tech in Blacksburg, VA, einer der beiden "Executive Editors" des neu gegründeten International Journal of ePortfolio, hat mich eingeladen, als Reviewer tätig zu sein :-)

Das passiert einem als junger Wissenschaftler und Doktorand nicht alle Tage, "hochoffiziell" in ein Reviewers Board eingeladen zu werden, dementsprechend groß war die Freude! Und gerne sehe ich die Einladung als Wertschätzung für meine Arbeit am Thema E-Portfolio in den letzten drei Jahren.

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Veröffentlicht von Klaus Himpsl-Gutermann am 17. Januar 2011, 21:30 | Kommentare (0)

Milestone: eins.

Komme gerade zurück von einer sehr schönen Abendveranstaltung: Unser Kooperationspartner für den Bereich Projektmanagement im Lehrgang "Personalmanagement und Kompetenzentwicklung mit Neuen Medien", die Milestone.ag, feierte ihr einjähriges Bestehen mit eingeladenen Gästen befreundeter Unternehmen in der Hollmann Beletage in Wien, wobei "einjährig" etwas irreführend sind, denn die beiden Gründer der AG, Thomas Waldorf und Franz Hub, können ohne Übertreibung als sehr erfahrene Projektmanager auch von "Großprojekten" bezeichnet werden.

Ein Jahr milestone. Ein neues Jahr. Ein guter Zweck.

Und Essen. Und Trinken. Und mehr.

so lautete die Vorankündigung, und es wurde wahrlich nicht zu viel versprochen! Dass Ambiente und Catering hohen Ansprüchen genügen, ist bei Milestone.ag keine Besonderheit - es gelingt Ihnen aber nun bereits zum zweiten Mal, mich mit einer tollen Idee und einem gelungenen Event zu überzeugen, denn:

Hinter "Ein guter Zweck" verbarg sich folgende Idee: jeder Gast erhielt 10 Lose mit verschiedenen Projektmanagement-Leistungen, angefangen von 90minütigen Kurztrainings über "Lessons Learned"-Pakete bis hin zu ganzen Projektmanagement-Kickoff-Veranstaltungen. Zunächst war unklar, was sich hinter den Losen verbarg, aber die Idee wurde um einiges klarer, als Elisabeth Sieber, die Vertreterin der  Special Olympics Österreich, die dort seit vielen Jahren für den Bereich Eiskunstlauf verantwortlich ist, das Podium betrat und äußerst sympathisch die Idee hinter den Special Olympics - die oft mit den Paralympics verwechselt oder gleich gesetzt werden, erklärte. Die Special Olympics sind die weltweit größte Sportbewegung für Menschen mit mentalen Behinderungen. Ziel ist es dabei, mental behinderte Menschen über Spiel, Sport und Bewegung in die Gesellschaft zu integrieren, ihre körperliche Fitness und ihre motorischen Fähigkeiten zu fördern und damit die Lebensqualität jedes einzelnen Teilnehmers erheblich zu steigern.

Der Milestone-Vorstand Andrea Cerny, Thomas Waldorf und Franz Hub mit Elisabeth Sieber von den Special Olympics ÖsterreichDie Milestone.ag spendet nämlich insgesamt Projektmanagement-Leistungen im Umfang von 10,5 Leistungstagen an die Special Olympics, wobei die Leistungen an diejenigen Partnerunternehmen erbracht werden, deren Lose aus der Trommel gezogen werden. Die Unternehmen können die Leistungen in Anspruch nehmen und anschließend entscheiden, wie viel ihnen die jeweilige Leistung wert ist. Über die einzelnen Lose konnten so die Veranstalter gleichzeitig sehr elegant Ihre Produktpalette, die vorrangig im Projektberatungs‑ und Organisationsentwicklungsbereich sowie im Trainingsbereich angesiedelt ist, vorstellen.

(Foto: milestone p.o.e. ag)

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Veröffentlicht von Klaus Himpsl-Gutermann am 19. Januar 2011, 22:38 | Kommentare (0)

Rückblick zum Writers' Workshop im LLL-Kolleg

EuroPLoP 2010 KonferenzIch kann mich noch gut erinnern, wie mein Kollege Reinhard Bauer letzten Sommer beinahe euphorisiert von der EuroPLoP 2010-Konferenz zurück gekehrt ist. Das hatte damals zwei Gründe: zum einen hatte Reinhard seine Überlegungen zu didaktischen Entwurfsmustern zum ersten Mal in der Design Pattern Community präsentiert und ist auf sehr positive Resonanz gestoßen. Zum anderen war er absolut begeistert vom Konferenzformat, das völlig anders gestaltet ist als sonst üblich.

Vergleich der Konferenzformate

Das klassische Format sieht - in den meisten Fällen - in etwa so aus:

  1. Wissenschaftler/in reicht Paper ein
  2. Reviewer (meistens zwei) geben Wertung ab, üblich sind vier Kategorien: abgelehnt - zugelassen mit größeren Änderungen - zugelassen mit kleineren Änderungen - angenommen
  3. Wissenschaftler/in überarbeitet gegebenenfalls und gibt fertiges Paper ab
  4. Wissenschaftler/in präsentiert den Inhalt des Papers in einem Konferenzvortrag
  5. anwesende Community gibt spontanes, kurzes Feedback, Vortrag wird kurz diskutiert
  6. Paper erscheint im Konferenzband, allerdings in der Form, wie in Schritt 3. abgegeben

Workshop Setting: Fly on the WallDie Pattern Community - allen voran R. P. Gabriel - hat für die PLoP-Konferenzen ein ganz anderes Vorgehen entwickelt:

  1. Wissenschaftler/in (Sheep) meldet ein Paper an
  2. EuroPLoP teilt einen Shepherd zu, d.h. einen erfahrenen Experten bzw. eine erfahrene Expertin aus der Community, der bzw. die während des Verfassens des Papers bereits unterstützt
  3. Mehrere Sheeps, deren überarbeitetes Paper akzeptiert wurde, werden zu einer Gruppe zusammen gefasst und erhalten bereits VOR der Konferenz die Artikel der anderen, die bis zur Konferenz gelesen werden müssen
  4. Auf der Konferenz selbst findet in der Gruppe ein moderierter Writers' Workshop statt, bei dem nacheinander die einzelnen Artikel nach vorgegebenen Regeln - ich würde sogar sagen ritualisiert - besprochen werden. Während das eigene Papier von den anderen diskutiert wird, ist der Autor/die Autorin eine so genannte Fly on the wall, d.h. sitzt mit dem Rücken zur Runde und hört zu (siehe Foto).
  5. Nach der Konferenz entscheidet das Schaf, welche Teile des Feedbacks aufgenommen werden und überarbeitet den Artikel noch einmal für den Konferenzband.

Hauptziel und -vorteil dieses Verfahrens liegt auf der Hand: Die Qualität der wissenschaftlichen Veröffentlichungen in der Community soll gesteigert werden, wobei die jeweilige Fachdisziplin insgesamt und insbesondere noch nicht so erfahrene Nachwuchswissenschaftler/innen gefördert werden. Voraussetzung für das Gelingen ist eine in dieser Community offensichtlich weit verbreitete Gift Culture, also die Bereitschaft, die eigene Person, die eigenen Ansprüche etwas zurück zu stellen und den anderen etwas vom eigenen Know-How zu schenken.

Übertragung der Idee auf das Kolleg

Reinhard hatte in seiner postkonferenzalen Begeisterung die geniale Idee, dieses Verfahren für unser Doktoranden-/Doktorandinnenkolleg zu adaptieren. Gabi Reinmann, die an der Universität der Bundeswehr München ein Promotionsstudium anbietet und betreut, war ebenfalls gleich Feuer und Flamme. Entstanden ist ein Konzept, das in einer Forschungsnotiz beschrieben ist und in beiden Kollegs erprobt werden sollte.

von links nach rechts: Peter Baumgartner (Betreuer), Stefanie Egger, Klaus Himpsl-Gutermann, Marianne Ullmann, Reinhard Bauer (Initiator), Ruth Gutermann (Evaluatorin), Erich Herber, Uwe Spangler
von links nach rechts: Peter Baumgartner (Betreuer), Stefanie Egger, Klaus Himpsl-Gutermann, Marianne Ullmann, Reinhard Bauer (Initiator), Ruth Gutermann (Evaluatorin), Erich Herber, Uwe Spangler

Die erste Runde in München hat bereits im Oktober 2010 stattgefunden, vorigen Donnerstag war es auch bei uns in Wien/Krems so weit! Das LLL-Kolleg hat insgesamt eine sehr große Teilnehmer/innenzahl, so dass wir uns in Absprache mit den verantwortlichen Professoren entschieden haben, den ersten Testlauf in kleinerer Runde von sechs Dissertanten/Dissertantinnen - unterstützt von Peter Baumgartner - zu machen: mit dabei als Autoren/Autorinnen waren Stefanie Egger, Marianne Ullmann, Erich Herber, Uwe Spangler, Reinhard Bauer und ich. Die Vorbereitung und Organisation hat Reinhard übernommen, dem hier zunächst ein Riesen-Dankeschön und -Kompliment gebührt - es war perfekt!

Mein persönlicher Erfahrungsbericht

Ohne der "offiziellen" Abschlussevaluation der beiden Workshops vorgreifen zu wollen, hier ein erster kurzer, ganz persönlicher Erfahrungsbericht von mir. Die Conclusio ist einfach: der gesamte Workshop war eine sehr wertvolle Erfahrung für mich, und ich bin sehr froh, dabei gewesen zu sein! Oder wie Uwe es in einem Tweet genial ausgedrückt hat: Supergosh!! (Gosh ist der in der Pattern-Community vereinbarte Ausdruck, wenn ich einer anderen Meinung meine Zustimmung gebe!). Dementsprechend sehe ich überwiegend Vorteile:

  1. der Termindruck: Was zunächst paradox klingen mag, aber die verpflichtenden Abgabetermine VOR dem Kolleg sind für mich in der Tat ein doppelter Vorteil: im Tagesgeschäft wird die Diss oft hintangestellt und vieles hat Entwurfscharakter, nun war ich gezwungen, wenigstens einen Teil "weitergabewürdig" fertig zu stellen.
  2. das Shepherding: mein Shepherd war Mark Buzinkay, der seine Aufgabe hervorragend gelöst hat: super schnell, motivierend, aber auch kritisch, so dass ich nach seinen Rückmeldungen schon Kleinigkeiten überarbeiten konnte und jetzt auch für die Nachphase noch Tipps von ihm umsetzen werde. Mark kenne ich seit 2007, als er im PhD-Programm des IMB (in Kooperation mit der Leeds Met University) bei meiner (ersten und deshalb bestimmt noch nicht so ausgereiften!) E-Portfolio-Einführung dabei war. Inzwischen haben wir einiges miteinander gemacht und es hat sich eine Freundschaft entwickelt, so dass für mich sofort klar war, Mark ist mein idealer Shepherd: er kennt meine Arbeit am IMB und das Vorhaben meiner Dissertation sehr genau, er hat das nötige Know-How sowohl fachlich als auch forschungsmethodisch und - das Wichtigste -  er genießt mein vollstes Vertrauen.
  3. das Lesen der Beiträge der anderen: sich ein differenziertes, konstruktives Feedback für die Kolleginnen und Kollegen zu überlegen, ist zwar sehr anspruchsvoll, aber dadurch auch eine gute "Schulung". Zu sehen, wie andere die Aufgabe - in verschiedenen Stadien der Dissertationen - angehen, war sehr spannend und hat mir auch einiges gebracht, was ich sogar unmittelbar für meine Diss verwenden kann, so z.B. einzelne Literaturverweise.
  4. das Dasein als Fly on the Wall: das ist natürlich die spannendste Phase überhaupt! Ich hatte einen zentralen Abschnitt meiner Dissertation für den Workshop ausgewählt - nämlich die Hinführung zu den Forschungsfragen und deren Explikation. Und auch wenn ich von Mark schon eine grundsätzliche positive Rückmeldung bekommen hatte, so war es doch sehr wohltuend und motivierend, dass sechs weitere Expertinnen und Experten (inclusive Doktorvater!) den Abschnitt sehr gelungen einschätzten. Die Kritikpunkte, die zu Inhalt und Sprache geäußert wurden, konnte ich recht gut nachvollziehen. Natürlich juckt es an manchen Stellen, sich in die Diskussion einschalten zu wollen, aber da bewährt sich das Ritual der Fly on the Wall in meinen Augen voll und ganz: ich bin gezwungen, mich jetzt zurück zu halten und nicht gleich in eine Verteidigungsrolle zu fallen, sondern die Punkte vorerst nur aufzunehmen, später noch einmal darüber nachzudenken oder sie vielleicht auch zu diskutieren und dann in aller Ruhe zu entscheiden, wie ich damit umgehe.
  5. Die Diskussion in der Runde: es war überwiegend so, dass die anderen ähnliche Punkte geäußert haben, die ich für mich allein auch so festgestellt habe (Gosh!), aber manchmal auch kontrovers diskutiert wurde. Am erstaunlichsten aber war, dass sich plötzlich im Gespräch auch völlig neue Aspekte ergeben haben, die sich wahrscheinlich niemand in der Runde vorher so notiert hatte!
  6. Die Förderung des Teamgeists: obwohl wir im Kolleg ohnehin einen recht kollegialen Umgang pflegen, so werkeln wir doch sehr viel allein vor uns hin. Der Workshop hat nach meinem Empfinden unsere Gruppe schon ein Stück weit zusammen geschweißt und eine "Gift Culture" spürbar werden lassen Lächelnd

Einziger Nachteil aus meiner Sicht: Wir mussten aus organisatorischen Gründen die Zeit pro Runde etwas reduzieren. So musste bei manchen spannenden Diskussionen mit Blick auf die Uhr abgebrochen werden. Und ich hatte den Eindruck, dass dadurch vor allem die kritischen Punkte etwas zu kurz kamen, da wir - dem Grundkonzept folgend - mit den positiven Aspekten begonnen haben. Aber diesen Umstand können wir ja beim nächsten Writers' Workshop berücksichtigen, der wahrscheinlich schon im Juni im LLL-Kolleg stattfinden wird!

Darüber hinaus werden wir in meinem Fachbereich aufgrund der positiven Erfahrungen Überlegungen anstellen, ob und wie das Konzept auf unsere Master-Lehrgänge übertragbar ist.

Zum Abschluss noch eine Zusammenstellung anderer Berichte aus den beiden Workshops (zumindest, so weit ich sie auf dem Schirm habe!): Gabi Reinmann und Peter Baumgartner (als Leiter/in), Alexander Florian (als Beobachter), und als Teilnehmer/innen Reinhard Bauer, Tamara Bianco, Jan-Mathis Schnurr, Silvia Sippel, Uwe Spangler, Tamara Specht, Markus Steidle, Frank Vohle,

(Fotos: Reinhard Bauer)

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writersworkshop, kolleg, lll, diss
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Veröffentlicht von Klaus Himpsl-Gutermann am 23. Januar 2011, 11:23 | Kommentare (0)

Seminar an der VBS-HAKIII Schönborngasse

Bildquelle: www.schoenborngasse.vbs.ac.at

Gestern habe ich einen sehr schönen Tag an der VBS-HAKIII Schönborngasse in der Josefstadt in Wien verbracht. Eingeladen wurde ich von Susanne Pratscher, die dort die Fächer Deutsch und Englisch unterrichtet. Kennen gelernt habe ich Susanne schon vor etlichen Jahren, als ich noch in Dornbirn unterrichtet habe, über den E-Learning-Cluster bzw. das ENIS-Netzwerk (European Network of Innovative Schools). In den letzten Jahren hatten wir wenig Kontakt, umso mehr habe ich mich gefreut, dass das Thema E-Portfolio uns nun wieder zusammen geführt hat.

Susanne hat auf unserer Mahara-Plattform schon erste Versuche mit Schülerinnen und Schülern unternommen, die so vielversprechend waren, dass sie einerseits selbst in mehr Klassen damit arbeiten und andererseits auch Kolleginnen und Kollegen für die E-Portfolio-Idee begeistern wollte Das Interesse war erfreulich hoch, so dass ein Seminar im Rahmen der schulinternen Fortbildung mit 20 Personen zustande gekommen ist.

Die eintägige Variante hat sich in meiner Erfahrung als optimal heraus gestellt, es gelingt in dieser Zeit sehr gut, die beiden Hauptziele zu erreichen:

  1. Die Teilnehmer/innen sollen - auch wenn das Thema neu ist für sie - so viel Einblick in die Thematik bekommen, dass sie anschließend fundiert entscheiden können, ob sie mit einer Schulklasse in die E-Portfolio-Arbeit einsteigen wollen.
  2. Die Teilnehmer/innen erstellen selbst ein "kleines Beispielportfolio", wobei sie die wesentlichen Funktionen der Software kennen lernen.

Der Workshop ist als Mischung angelegt zwischen theoretischen Inputs von mir mit anschließenden Diskussionsrunden und einer praktischen Einführung in die Software. Hier zeigt sich ein wesentlicher Vorteil von Mahara für mich als Vortragender: alle Materialien bereite ich in Form eines E-Portfolios auf, das ich den Teilnehmer/innen Zugriff gebe. Somit brauche ich beim Seminartag selbst nur einen Rechner mit Internetzugang, alles weitere finde ich auf mahara.at. Meine Präsentationsfolien bette ich als Flashfilm in die Portfolioansicht ein (Beispiel siehe hier). so bin ich auch unabhängig von Betriebssystemen oder installierter Präsentationssoftware.

Eine Frage taucht bei den Seminaren immer wieder auf: "Wie ist das Verhältnis von Mahara und einer Lernplattform?" Meine Kurzantwort lautet: wenn in der Schule bereits eine Lernplattform (LMS oder LCMS) im Einsatz ist und E-Learning eine gewisse Verbreitung hat, können beide Bildungstechnologien gut parallel zum Einsatz kommen. Wenn ganz neu begonnen wird, würde ich zunächst mit Mahara beginnen und später entscheiden, ob weitere Plattformen sinnvoll sind und welche die virtuelle Lermumgebung gut ergänzen (zu diesem Thema werde ich demnächst einen separaten Eintrag verfassen).

Eines war gestern jedenfalls wieder spürbar: es macht einfach Spaß, mit Mahara zu arbeiten! Und dies weitgehend unabhängig davon, wie hoch die Computeraffinität ist. Die Zielgruppe gestern war sehr heterogen, sowohl vom Alter her als auch in Bezug auf die E-Learning-Vorerfahrungen und die Computerskills, und ich hatte den Eindruck, dass alle etwas mitgenommen haben und die beiden Hauptziele gut erreicht wurden.

An dieser Stelle nochmal ein Dankeschön an Susanne für die hervorragende Organisation (inclusive feiner Pausenverpflegung!) und allen Teilnehmenden für die engagierte Mitarbeit - ich habe mich sehr wohl gefühlt bei euch an der Schule!

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Veröffentlicht von Klaus Himpsl-Gutermann am 04. Februar 2011, 19:08 | Kommentare (2)

"Stabübergabe" im Lehrgang PKNM

Der erste Jahrgang des neuen Fernlehrgangs "Personalmanagement und Kompetenzentwicklung mit Neuen Medien, MA" hat im Oktober 2010 mit dem Studium begonnen, das erste Semester ist also gerade zur Hälfte vorbei. Da die einzelne Module des Curriculums jeweils drei Monate lang dauern, hat es Ende Januar die erste "Stabübergabe" gegeben. Im individuellen Modus wurde mit dem Modul "Betriebswirtschaftslehre" begonnen und mit einer Prüfung - kombiniert aus E-Portfolio-Erstellung und Online-Test - abgeschlossen. Hier folgt nun das Modul "Lernen, Wissen, Können", bei dem es insbesondere um lerntheoretische Grundlagen geht.

Im kollaborativen Modus, bei dem die Kommunikation und Zusammenarbeit in der Lehrgangsgruppe stärker im Vordergrund steht als im Individualmodus, wurde das erste Modul von der erfahrenen E-Moderatorin Ulrike Höbarth betreut. Nach drei Monaten Online-Zusammenarbeit und Fertigstellung der E-Portfolios zeigt sich Ulrike begeistert von den Leistungen der Studierenden: "Eine derartige Intensität in der virtuellen Kommunikation habe ich noch selten erlebt!!" Die Begeisterung war auch bei vielen Foreneinträgen der Studierenden zu spüren - Kurzfazit: "Schade, dass dieses Modul schon vorbei ist!"

Aber: das nächste kollaborative Modul kommt bestimmt, und ist am 1. Februar mit einem Kickoff-Online-Meeting bereits gestartet. Florian Frommeld, zertifizierter E-Trainer im Bereich der interkulturellen Kompetenzen (vom PKNM Kooperationspartner interculture.de), hat in einem abendlichen Webmeeting die Studierenden auf die nächsten drei Monate in seinem Modul eingestimmt.

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pknm
Veröffentlicht von Klaus Himpsl-Gutermann am 07. Februar 2011, 11:36 | Kommentare (0)

"Selbstständig, aber nicht allein" ...

... so lautete die Schlagzeile eines Artikels über Fernstudien im Sonderteil "Bildung & Karriere" des Standards, zu dem ich einen Teil beitragen durfte.

Über Ingrid Ladner, Mitarbeiterin in der PR-Abteilung der Donau-Universität Krems, kam vor etwa zwei Wochen der Kontakt zu Judith Hecht zustande, die für ein Wochenend-Special im Bereich "Bildung & Karriere" einen Artikel über Fernstudien plante und auf unseren Lehrgang PKNM aufmerksam geworden ist. Aus mehreren Telefoninterviews mit dem Departmentleiter Peter Baumgartner, mit mir als Lehrgangsleiter und mit  zwei Studierenden entstand ein Artikel über die Besonderheiten eines Fernstudiums, auch mit Blick auf die Unterschiede zu einem Studium im Blended Learning Format.

Link zum Artikel: Der Standard vom 5. Februar 2011

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referenz, pknm, fernstudium
Veröffentlicht von Klaus Himpsl-Gutermann am 08. Februar 2011, 16:37 | Kommentare (0)

Wie gut Open-Source-Communities funktionieren

Ein aktuelles Beispiel zu Mahara zeigt, wie effektiv eine gut vernetzte Open-Source-Community funktioniert!

Am Donnerstag war ich im Rahmen des IMST-Regionalnetzwerkes auf Einladung von Christof Trimmel zu einem E-Portfolio-Seminar an die PH Burgenland eingeladen. 15 Lehrer/innen aus verschiedenen Schultypen, vor allem aber aus der Neuen Mittelschule, haben teilgenommen und engagiert mitgearbeitet. Neben theoretischen Inputs zu Medienbildung allgemein und zum E-Portfolio im Besonderen haben wir auch praktisch mit Mahara gearbeitet und den Portfolioprozess an einem Übungsportfolio einmal durchgespielt.

Ein wesentlicher Schritt nach der Festlegung des Portfoliozweckes und der Ziele der Portfolioarbeit ist die Sammlung von Lernprodukten (Collection), die in erster Linie mit der internen Dateiablage von Mahara erfolgt. Diese ist ähnlich aufgebaut wie man es von der Festplatte des eigenen Computers gewohnt ist und kann mit Ordnern und Unterordnern nach den eigenen Bedürfnissen struktuiert werden. Einer besonders aufmerksamen Seminarteilnehmerin ist dabei folgendes aufgefallen (siehe Screenshot rechts):

Englisch Deutsch


In den "Breadcrumbs" wird die oberste Ebene der Dateiablage "Startseite" genannt, eine Zeile darunter wird der Begriff "Stammverzeichnis" verwendet, um eine Etage höher zu gehen, was sie etwas verwirrt hat. Ist hier nun das Gleiche gemeint? Oder verbergen sich dahinter zwei verschiedene Dinge/Aktionen? Sofern man nur eine Ordnerebene angelegt hat "ja", andernfalls "nein" - die ähnlichen Bezeichnungen sind also etwas verwirrend, insbesondere für Neulinge. Im Englischen Original sind die beiden Begriffe mit "Home" und "Parent Folder" klarer unterschieden.

Und hier nun das Protokoll der letzten Tage:

  • FR, 25.02. 22:16 Uhr: Nachdem ich Donnerstag und Freitag noch sehr viel zu tun hatte, bin ich erst am Abend dazu gekommen, eine kurze Email mit Beschreibung des Problems loszuschicken. Der richtige Ansprechpartner dafür ist Heinz Krettek, er ist verantwortlich für das deutsche Sprachpaket von Mahara.
  • FR, 25.02. 22:26 Uhr: Heinz ist online und antwortet mir kurz "wird erledigt"!
  • SA 26.02. 10:08 Uhr: Heinz schreibt mir, er fände nicht, wo im Sprachenpaket "Startseite" geändert werden müsste ... da scheint irgend etwas faul zu sein!
  • SA 26.02. 11:21 Uhr: Heinz schreibt mir, dass er nun offenbar die Lösung gefunden hat - in einer Datei fehlt bei einer Funktion eine Variable, die für die korrekte Übersetzung wichtig ist! Durch das Nachfragen bzgl. korrekter Übersetzung ist so wahrscheinlich ein "kleiner Bug" von Mahara gefunden worden!
  • SO 27.02. 16:11 Uhr: Heinz meldet den Bug im Mahara-Launchpad, dem Board für Entwickler/innen
  • MO 28.02. 05:13 Uhr: Francois Marier, einer der Entwickler, antwortet auf Heinz' Anfrage und arbeitet bereits an der Lösung
  • MO 28.02. 14:05 Uhr: Florian hat sich das Problem auf mahara.at inzwischen ebenfalls kurz angesehen - die Anpassung im Sprachenpaket ist schnell vorgenommen (siehe Screenshot), allerdings bleibt das Problem mit der Verschränkung zweier Variablen, das Heinz eruiert hat, immer noch offen ...

Trotz Wochenende gerade einmal vier Tage vom ersten Hinweis über die Eruierung des Problems bis zum Lösungsansatz! Das endgültige Bugfix ist jedenfalls bis zur nächsten Version 1.4 im April fest im Visier!

Apropos: wer hat einen guten Vorschlag für die Übersetzung von "Home"?

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Veröffentlicht von Klaus Himpsl-Gutermann am 28. Februar 2011, 12:23 | Kommentare (1)

eEducation Newsletter ist draußen

Der aktuelle Newsletter zum Lehrgang "eEducation, MA" ist ab sofort abrufbar!

Themen:

  • Springday 2011 am 11. März
  • Neue Entwicklungen bei Mahara
  • Projektarbeiten im laufenden Jahrgang eEducation4
  • Unterrichtsmaterialien zu Creative Commons
  • EDU | days 2011 vom 16. bis 18. Mai

Link zum Newsletter

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newsletter, eEducation
Veröffentlicht von Klaus Himpsl-Gutermann am 02. März 2011, 14:03 | Kommentare (0)
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