Im Blickfeld von Klaus Himpsl-Gutermann: Mein Weblog : Aktuelle Publikationen zum Thema E-Portfolio

Aktuelle Publikationen zum Thema E-Portfolio

Seit 2007 ist das elektronische Portfolio nicht nur ein persönlicher Arbeitsschwerpunkt von mir, sondern auch insgesamt ein Forschungsschwerpunkt bei uns am Department. Nach zweijähriger Forschungstätigkeit gab es im Frühjahr 2009 einen "ersten Schwung" an Publikationen:

In der Zwischenzeit haben wir auch eigene E-Portfolio-Aktivitäten in der Lehre forciert, dazu gehören insbesondere:

Als "Früchte dieser Arbeit" sind nun im April 2012 fast gleichzeitig zwei Monographien erschienen, die einerseits Beiträge zur Theoriebildung leisten, andererseits Handlungsempfehlungen für Implementierungen von E-Portfolios bereitstellen.

Unter dem Titel "Schaufenster des Lernens" ist von Reinhard Bauer und Peter Baumgartner eine Sammlung von Entwurfsmustern zur Arbeit mit E-Portfolios erschienen. Das Buch ist als Handreichung für den praktischen Einsatz gedacht und ergänzt das im Herbst 2011 erschienene Werk "Taxonomie von Unterrichtsmethoden" von Peter Baumgartner, das die Theorie für einen ordnenden didaktischen Rahmen von Unterricht bereitstellte. Zu den sechs Beschreibungsebenen - von Praxisbeschreibungen bis zentralen Kategorien von Unterricht - gehört die Ebene 2 mit Modellen und Mustern, wofür am Beispiel des E-Portfolios eine erste Sammlung ausgearbeitet wurde.

Auf dieser zweiten Ebene der Modelle bewegen sich auch die zentralen Ergebnisse meiner Dissertation "E-Portfolios in der universitären Weiterbildung", die vorige Woche im Verlag Werner Hülsbusch erschienen ist. Ausgangspunkt der Dissertation war ein dreijähriges Aktionsforschungsprojekt im Master-Lehrgang eEducation, bei dem ein E-Portfolio-Konzept auf Studiengangsebene entwickelt, eingeführt und evaluiert wurde. Bei der abschließenden Studie auf Basis von qualitativen Alumni-Interviews wurde bewusst die Perspektive der Lernenden eingenommen: Welchen Nutzen ziehen die Studierenden aus dem E-Portfolio? Welche Probleme treten bei der Verwendung auf und mit welchen Handlungsstrategien können diese überwunden werden? Welche Bedeutung hat das E-Portfolio für die Lernenden über das Studium hinaus?  Aus der Beantwortung dieser Fragen liefert die Dissertation neben Handlungsempfehlungen für Bildungseinrichtungen Beiträge zur Theorie von E-Portfolios in Form von drei Modellen. Zentrales Ergebnis ist ein 4-Phasen-Mo­dell, das die E-Portfolio-Verwendung der Studierenden in den Phasen „sich orientieren“, „sich positionieren“, „sich identifizieren“ und „sich präsentieren“ beschreibt. Vor allem in der kritischen zweiten Phase offenbaren sich dabei die Spannungsfelder des E-Portfolios zwischen Selbstreflexion und Fremdbeurteilung, worin sich Ambivalenzen unseres Bildungssystems widerspiegeln.

Passend zum Thema habe ich ein öffentliches Präsentationsportfolio zur Dissertation erstellt, das die wesentlichen Ergebnisse übersichtlich zusammenfasst. Wer das E-Portfolio-Konzept selbst kennenlernen und mehr darüber erfahren will, hat noch bis 3. Mai die Möglichkeit, sich zum aktuellen Lehrgang eEducation anzumelden!

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Veröffentlicht von Klaus Himpsl-Gutermann am 22. April 2012, 09:39

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