Mein Präsentationsportfolio

von Klaus Himpsl-Gutermann


Hier finden Sie aktuelle Infos von mir zu meinen Arbeitsgebieten, die auf der Seite Über mich kurz beschrieben werden. Zu meinem Schwerpunktthema E-Portfolio gibt es zwei Ansichten: einen allgemeinen Überblick sowie eine Zusammenfassung meiner Dissertation

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Rezension: E-Portfolios in der universitären Weiterbildung | http://t.co/xYTGXy2F @
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Sandra Hofhues

Mein Bücherregal

Abschlussdatum Titel Erledigt
28. Februar 2011 Artikel für E-Portfolio-Call
01. April 2011 Vortrag Wiki-Tagung Dortmund
04. April 2011 Defensio Lehrgang eEducation3
16. Mai 2011 Edu|Days 2011
20. Mai 2011 Graduierungsfeier Lehrgang eEducation3
26. Mai 2011 Lehrgangsstart eEducation5
30. September 2011 Erstabgabe Dissertation
05. Dezember 2011 Lehrgangsstart PKNM2
Abschlussdatum Titel Erledigt
03. Februar 2011 E-Portfolio Seminar HAK Schönborngasse Wien
24. Februar 2011 E-Portfolio Seminar IMST Burgenland
29. März 2011 Seminar im Lehrgang zum Unterrichtspraktikum
27. April 2011 E-Portfolio-Labor in Aarau
16. Mai 2011 Workshop zu Medienbildung in der Schule
07. Juni 2011 Vortrag an der PH-Wien
19. November 2011 Keynote ePortfolio-Tagung PH Freiburg
22. November 2011 Tagung zum E-Kultur-Portfolio
Abschlussdatum Titel Erledigt
20. Januar 2011 Writers Workshop LLL
09. April 2011 Forschungswerkstatt "Lernen in Netzwerk-Texturen"
18. April 2011 Projektpräsentation eEducation4
11. November 2011 Start Mentoring PKNM1

ZLI-Weblog

Zentrum für Lerntechnologie und Innovation (ZLI)
Fresh Ideas in Education

play & learn//experts! eSports – Leistungssport und Medienphänomen. Möglichkeiten für den Bildungssektor

Am 4.12. lud das ZLI der PH Wien und das Games Institute Austria wieder ins Future Learning Lab ein. Die dritte Veranstaltung der Reihe play & learn//experts! war dem eSports und seinem Potential für den Bildungssektor gewidmet.

Expert*innen aus dem Bildungsbereich, wie auch aus dem eSports haben zwei Ausrichtungen angedacht und diskutiert: zum einen eSports selbst, zum anderen eSports als aktuelles Phänomen der (Jugend-)Kultur, über das gesprochen, geschrieben, reflektiert werden kann, zu dem Content auf versch. Ebenen erstellt werden kann.

Matthias Zander (vorm. Meyer) (head of eSports, elc gaming) und Thomas Kunze (Games Institute Austria) gaben spannende Einblicke. Hands on wurde mit der Software OBS Content erzeugt. Und begleitend heiß diskutiert. Ergebnisse und weiterführende Links haben wir hier gesammelt.

Wir freuen uns auf’s nächste Mal, wenn wieder play & learn//experts! zusammen kommen!

 

Learning Patterns Buchpräsentation

Am 03.12.2018 fand von 13:00 bis 15:00 Uhr die Präsentation des Buches„Learning Patterns: Eine Mustersprache für kreatives Lernen“ mit anschließendem Dialog-Workshop im Future Learning Lab (FLL.wien), Daumegasse 5, 1100 Wien, statt.

Das Buch, das im Original von Takashi Iba (Professor an der Fakultät für Policy Management der Keio-Universität in Japan) stammt, wurde von Reinhard Bauer, Petra Szucsich und Martin Sankofi vom ZLI der PH Wien aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt. Das Werk widmet sich der Frage, wie ein kreativer Lernprozess erreicht werden kann. 40 verschiedene Muster, die Tipps, Methoden und Meinungen zum kreativen Lernen aufzeigen, versuchen eine mögliche Antwort darauf zu geben. Die Lernmuster sind als Mustersprache geschrieben, die das Gestaltungswissen zusammenfasst, das sich aus der Erfahrung einer Person in Form eines Musters entwickelt. Jedes Muster verbindet ein Problem, das in einem bestimmten Kontext auftritt, mit dessen Lösung und gibt dem Problem einen Namen.

Auf die kurze Präsentation folgte eine spannende Diskussion zum Thema Muster im Allgemeinem und darüber, wie diese im Hochschulbereich eingesetzt werden können. Während der Muster-Experte Reinhard Bauer die Erprobung von Mustern gerne vermehrt in deren Erforschung sehen würde, kamen von den Teilnehmer*innen eine Reihe von Anregungen, wie man Lernmuster konkret in der Lehre einsetzen könnte. Es zeigte sich auch, dass der Musteransatz in unterschiedlichen Projekten der PH Wien, wie z.B. im Wiener KidZ-Projekt, bereits zum Einsatz gekommen ist.

Die Autor*innen planen in weiterer Folge einen Workshop zum Thema Lernmuster.

Links

MaharaHui DACH 2018 Barcamp an der PH Wien

Vienna was calling – und die Mahara-Community folgte dem Ruf! Von 29. November bis 1. Dezember 2018 fand die MaharaHui DACH 2018 „Unkonferenz“ – die üblicherweise in Kassel angesiedelt ist – an der PH Wien statt.

Die Kooperation zwischen Lpaso, dem Institut für Lernkultur e. V., und der PH Wien wurde von Vizerektor Thomas Strasser eingefädelt, der als Mahara-Afficionado regelmäßiger Gast auf der MaharaHui war. Seitens der PH Wien wurde die Veranstaltung federführend von Katharina Grubesic am IWQ organisiert, das ZLI lieferte mit Klaus Himpsl-Gutermann, Reinhard Bauer, Martin Sankofi und Paul Szepannek vor allem inhaltliche Beiträge zum Programm.

So wurde vom ZLI am Donnerstag eine Preconference mit Kristina Hoeppner, der Mahara-Projekt-Leiterin von Catalyst IT in Wellington (Neuseeland) organisiert. Die 12 Teilnehmer/innen beschäftigten sich mit zwei Hauptthemen:

  • Mahara und Social Video Learning (SVL)
  • Lernmanagement und -organisation mit Mahara

Zum ersten Thema stellten Reinhard Bauer und Klaus Himpsl-Gutermann Konzepte und Erfahrungen aus dem EU-Projekt PREPARE vor, in dem eine Schnittstellte zwischen Mahara und der SVL-Plattform edubreak der Ghostthinker GmbH entwickelt wurde. Edubreak bietet u. a. einen elaborierten Videoplayer, der die Annotation von Videos in Lerngruppen erlaubt. Über die Schnittstelle gibt es nun die Möglichkeit, wichtige Stellen aus den analysierten Videos punktgenau in das Portfolio von Mahara einzubetten. An der PH Wien wurde SVL in den Pädagogisch-Praktischen Studien genutzt, um Unterrichtseinstiege von Mentor*innen und Studierenden aus einer zusätzlichen Perspektive analysieren zu können und darüber die Professionelle Reflexionsfähigkeit der angehenden Lehrer/innen zu stärken. Im Anschluss daran wurden verschiedene (kostenlose) Videolösungen in Kleingruppen analysiert, falls jemand zwar mit Mahara arbeitet, aber keine Campuslizenz von edubreak zur Verfügung hat. Dabei wurde relativ schnell deutlich, dass die meisten Tools mit den ausgefeilten und durchdachten Features von Edubreak nicht mithalten können.

Am Nachmittag ging es darum, wie mit Mahara die E-Portfolio-Arbeit von Gruppen in formalen Lernsettings (Schule, Kurse an Hochschulen) unterstützt werden kann. In vielen Fällen ist die Arbeit mit Mahara mehr oder weniger eng mit Inhalten und Aufgaben aus den Präsenzveranstaltungen verknüpft, weshalb hier Mahara auch meist wie eine Lernplattform verwendet wird. Hier verwies Kristina Hoeppner immer wieder auf die neueste Mahara-Version 18.10, in der beispielsweise hinsichtlich der Verwendung von Templates deutlich verbesserte Möglichkeiten vorliegen, um Neueinsteiger*innen das Arbeiten mit Mahara zu erleichtern. Auch die Tag-Unterstützung wurde wesentlich verbessert. Zu den neuen Features von 18.10 hat Kristina zwei Videos auf Youtube bereit gestellt: die Highlights (12:51 min) und alle neuen Features (25:43 min).

Die eigentliche Unkonferenz wurde am Freitag durch eine Keynote von Dieter Omert eröffnet, der bei Audi für die Weiterbildung und die Ausbildung von Lehrlingen zuständig ist. Er gab aus seiner langjährigen Erfahrung heraus und beeindruckenden Überblick über die bereits stark veränderten Arbeits- und Lernwelten in einem modernen, global agierenden Automobilkonzern, in dem Industrieroboter in der Fertigung und Logistik ebenso zum Alltag gehören wie Augmented-Reality-Anwendungen und virtuelle Welten in der Weiterbildung. Nach dem Einstiegsvortrag wurde die Sessionplanung vorgenommen. Das besondere an einem Barcamp ist ja, dass möglichst viele der Teilnehmer*innen gleichzeitig zu Teilgeber*innen werden und selbst entweder eine 45minütige Session oder einen Workshop mit 90min anbieten. Erstaunlicherweise wurden von den etwa 100 Teilnehmer*innen an den beiden Tagen insgesamt 36(!) verschiedene Sessions angeboten. Der Überblick über den Sessionplan findet sich hier, Materialien zu allen Sessions sind hier in diesem Foliensatz zusammengefasst.

Absolutes Highlight der Veranstaltung war jedoch das Vienna-Calling-Konzert des PH-Wien-eigenen Ensembles der „Open Mic Sessions“, die im Festsaal das Publikum nicht nur durch bekannte Falco-Nummern zu Begeisterungsstürmen mitriss. Völlig verdient wurde das Ensemble um Claudia Rinke-Trattnig mit Standing Ovations gefeiert. Den gemütlichen Ausklang des Abends bildete das Unconference Dinner im Cafe Erdgeschoss im 7. Wiener Gemeindebezirk, mit einem Buffet feinster orientalischer Mezze.

Am Samstag eröffnete Joe Buchner das Barcamp mit seiner Keynote zu Augmented Reality und Virtual Reality. Joe gab einen hervorragenden Überblick über die Thematik und begeisterte durch seine Beispiele und den anregenden Vortrag das Auditorium. Als einfache AR-Anwendungen eignen sich beispielsweise viele 360°-Videos beispielsweise von Museen, die über die Youtube-App kostenlos aufgerufen werden können und bereits den Eindruck erwecken, in virtuelle Welten einzutauchen. Mit Card-Boards oder einfachen, günstigen VR-Brillen verstärkt sich der 3D-Eindruck noch. Joe ging besonders darauf ein, dass geeignete Aufgabenstellungen zum Beispiel für den Geschichte-Unterricht essenziell sind, um den motivierenden „Wow-Effekt“ der AR-Anwendungen nicht schnell wieder verpuffen zu lassen, sondern die Motivation in Lernszenarien für das jeweilige Fach münden zu lassen. Im Anschluss an die Keynote zeigte Joe Buchner in seiner Session insbesondere, wie mit der App HP Reveal mit relativ einfachen Mitteln selbst AR-Anwendungen gestaltet werden können. Die Folien zum Vortrag finden sich hier, eine Videoplaylist zum Vortrag ist hier.

Die gesamte Veranstaltung lebte von der guten Laune aller Teilnehmer/innen und einer konstruktiven Lernkultur, die in allen Sessions zum Tragen kam. Das Organisationsteam der PH Wien rund um „Mastermind“ Katharina Grubesic erhielt viel Lob für das abwechslungsreiche Gesamtprogramm und die hervorragende Organisation der Veranstaltung – von der Raumplanung über die Saaltechnik bis hin zur Verpflegung und zum Rahmenprogramm klappte alles perfekt. Mit einem Sachertortentasting wurde das „Vienna Calling Event“ standesgemäß abgeschlossen!!

MaharaHui DACH 2018 Barcamp

Robotics Day 2018

Der Robotics Day ist ein ganztägiger Event, der ganz im Zeichen der Wiener Robotik steht. Der Robotics Day Vienna 2018 fand am Freitag, 23. November 2018, zum ersten Mal im Rahmen der European Robotics Week in Kooperation mit der Wiener Langen Nacht der Roboter statt. Ort des Robotics Days war das TGM (HTL Wien 20), veranstaltet vom Practical Robotics Institute Austria (PRIA), gemeinsam mit dem Wiener Unternehmen Wunderwuzzi Roboter.

Vormittags fanden Roboter Workshops für angemeldete Schulklassen statt. Kinder aus der Volksschule Vorgartenstraße bauten fleißig Milo-Sonden aus Lego WeDo:

Am Nachmittag präsentierten Wiener Institutionen und Unternehmen in verschiedenen Mitmachstationen eine Vielzahl von Robotern zum Staunen, Lernen und Anfassen. Dabei wurden die verschiedenen Bereiche der Robotik spielerisch näher gebracht, um Begeisterung unter den Teilnehmenden für das spannende Feld der Robotik zu wecken. Der Robotics Day hat sich darüber hinaus zum Ziel gesetzt, die verschiedenen Wiener Organisationen, Initiativen und Unternehmen, die schon länger präsent sind oder sich in den letzten Jahren rund um die Robotik gebildet haben, einmal pro Jahr zusammenzuführen.

Der ZLI-Stand mit Birgit Döbrentey-Hawlik und Paul Szepannek konzentrierte sich diesmal hauptsächlich auf die Lego-Education-Produkte, da die Thymios und BeeBots auf anderen Ständen zu finden waren. So konnten die Kinder und Jugendliche zum Beispiel die Mindstorms EV3 Roboter auf Marsmission schicken oder verschiedene WeDo-Modelle bauen und programmieren. Der Anklang und die Begeisterung der Kinder machte das nachträgliche Sortieren des Materials wieder wett!

26.11. – Schulradiotag 2018

MONTAG 26.11.2018 findet zum sechsten Mal von 9-17 Uhr der Schulradiotag statt.

2013 haben die Freien Radios Österreichs den Schulradiotag zum 1. Mal veranstaltet.  
Motivation dieses Programmschwerpunktes ist es, zu zeigen, wie Kooperationen zwischen Schulen und Freien Radios in praxisorientierten Workshops Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen fördern können. Beim Schulradiotag wird diese geleistete Medienbildungsarbeit und die dabei entstehenden Sendungen in konzentrierter Form gemeinsam hörbar gemacht. Und das in ganz Österreich. Zentral ist dabei die gute Zusammenarbeit mit den Lehrenden und die Begeisterung und Freude der Schüler_innen bei der Gestaltung eigener Radiobeiträge. In der praktischen Arbeit mit dem Medium Radio erhalten die Schüler_innen Einblick in Journalismus, Umgang mit Mikrophon und Audiotechnik. Auf lustvolle, spielerische Weise erarbeiten sie sich ein Wissen, das für die mediatisierte, digitale Welt, in der sie leben, elementar ist.

Programm und weitere Infos unter www.schulradiotag.at. 

Hier gibt es die Sendungen zum Nachhören.

letzte Aktualisierung am 11. Dezember 2018, 23:05

2. Austauschtreffen des AK Service Learning

ildquelle: https://www.flickr.com/photos/evocateur/, CC BY-SAAuf Einladung von Thomas Sporer und Julia Sonnleitner war ich am gestrigen Montag beim Arbeitskreis Service Learning zu Gast. Service Learning oder „Bildung durch Verantwortung“ ist eine im deutschsprachigen Raum noch recht wenig verbreitete Form des hochschulischen Lernens, bei dem die Studierenden sich mit und für Non-Profit-Organisationen in Freiwilligenprojekten engagieren und gleichzeitig diese Projektarbeit in ihr Studium integriert wird. Tom Sporer hat bereits vor fast zehn Jahren an der Uni Augsburg mit dem „Begleitstudium Problemlösekompetenz“ eine Form des Service Learning entwickelt und ist seither einer der „Promotoren“ dieser Bewegung. Ich selbst habe mich bisher noch wenig mit diesem Thema beschäftigt, nichtsdestotrotz gibt es viele Anknüpfungspunkte zu meiner Arbeit, zumal die Reflexion zur Unterstützung von Professionalisierung ein wichtiges Element beim Service Learning darstellt, die auch in meinen beiden Schwerpunktfeldern der letzten zehn Jahre (akademische Weiterbildung und Lehrer_innenbildung) eine zentrale Rolle spielt.

In meinem Vortrag mit dem Titel Reflektieren will gelernt sein! habe ich – ausgehend von den wesentlichen Referenzpunkten in der Literatur, allen voran John Dewey – deshalb einen Schwerpunkt auf die Reflexion in der (E-)Portfolioarbeit gesetzt und von meinen Erfahrungen an der Donau-Uni Krems und der PH Wien berichtet. Mit Blick auf die Thementische, die für den Nachmittag geplant waren und bei denen die Anleitung von Studierenden zur Reflexion im Mittelpunkt standen, habe ich meinen Vortrag mit dem schreibdidaktischen Modell von Gerd Bräuer abgeschlossen, da sich dieses vor allem auch in der praktischen Anwendbarkeit bewährt, ohne die theoretische Fundierung zu vernachlässigen. Tom Sporer hat anschließend einige Eckpunkte zu Service Learning vorgestellt, die sich sowohl mit der Implementierung an der Hochschule beschäftigen als auch mit didaktischen Methoden der Anleitung und Begleitung der studentischen Projekte, u. a. das Constructive Alignment nach Biggs als didaktische Rahmung.

In den anschließenden, sehr spannenden Diskussionsrunden hat sich für mich wieder einmal gezeigt, wieviele Fäden im E-Portfolio zusammenlaufen, sei es als Medium für die Projektarbeit oder als Kristallisationspunkt für die Reflexionsprozesse von Studierenden wie Lehrenden. Diese Verflechtungen haben es uns dann für den Nachmittag schwierig gemacht, klar abgegrenzte Teilthemen für Kleingruppen zu finden. Umgekehrt sahen Tom und ich uns beide auch in unserer Auffassung bestärkt, die E-Learning sowieso nie als Selbstzweck sieht, aber sogar wesentlich über die rein didaktische Komponente hinausgeht.

In Österreich ist Service Learning – zumindest meines Wissens nach – ein eher noch unterbelichtetes Feld, dessen Bedeutung aber nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Die bedenklichen Entwicklungen der letzten Jahre mit dem „Zwischenkulminationspunkt“ Bundespräsidentenwahl zeigen, dass wir ernsthafte gesellschaftliche Probleme haben, die weitgehend als „Bildungsproblem“ gesehen werden können, dem wir auch mit neuen Ansätzen in der Bildung begegnen sollten. Auch die Hochschulen müssen sich zunehmend dieser zivilgesellschaftlichen Verantwortung stellen, und zwar deutlich über ein „fächerübergreifendes Prinzip Politische Bildung“ hinaus. Service Learning ist einer dieser Ansätze, mit dem sich zu beschäftigen auch ein künftiges lohnendes Ziel für das ZLI bzw. für mein Institut an der PH Wien sein könnte – Anknüpfungspunkte gibt es bei uns an der PH wohl sehr gute.

Wer kennt in Österreich an Hochschulen Ansätze von Service Learning, die schon etabliert sind? Gibt es Arbeitsgruppen oder Netzwerke? Untergekommen sind mir bisher nur die Sustainability Challenge als Uni-Kooperationsprojekt in Wien sowie eine Initiative an der Uni Graz. Wer kennt noch mehr? Und wer hätte Lust, in diese Richtung etwas zu investieren?

(Shortlink zu diesem Beitrag http://tinyurl.com/aksl-2016,
Bildquelle: https://www.flickr.com/photos/evocateur/, CC BY-SA)

Angehängte Dateien:
2016-05-30-Himpsl-Gutermann-paedagogische-Professionalitaet-in-der-Reflexion.pdf (6MB) - Download
Veröffentlicht von Klaus Himpsl-Gutermann am 29. Mai 2016, 15:02

Einsatz von Tablets im Unterricht

previewAuf Einladung des Kultusministeriums in Baden-Württemberg bin ich morgen an der Landesakademie für Fortbildung und Personalentwicklung an Schulen zu Gast. Mit kommendem Schuljahr wird ein Schulversuch gestartet, bei dem Tablets in beruflichen Schulen zum Einsatz kommen werden. Vorbereitend und begleitend gibt es ein Lehrgangsangebot der Akademie in der Workshop-Reihe OES (Operativ Eigenständige Schule) mit einem zweitägigen Workshop, in dem die Schulteams ihre ersten Unterrichtskonzepte mit den Tablets planen. 

Ich werde in meinem Impulsvortrag einerseits an meinem letzten Beitrag anknüpfen und "eine kurze Geschichte des E-Learning" als Einstieg wählen. Der Blick auf etwa 40 Jahre E-Learning mit den Haupttrends und Fehlern, aus denen es zu lernen gilt, leitet über auf die aktuellen bildungstechnologischen Trends, wovon viele davon unmittelbar mit Tablets zusammenhängen bzw. umgesetzt werden können. Wichtiger als der Blick auf die Technologie ist aber, unter welchen Bedingungen solche "innovativen Projekte" erfolgreich verlaufen. Dazu fasse ich die Erkenntnisse aus zwei Dissertationen zusammen, die zu den wenigen längerfristigen Studien rund um den Einsatz von digitalen Medien in der Schule im deutschsprachigen Raum gehören. Ein kritischer Punkt ist dabei auch immer die Frage des Assessments: werden die Tablets in Prüfungssituationen zugelassen?

Angehängte Dateien:
2015-07-17-Himpsl-Gutermann-Tablets-im-Unterricht-Esslingen.pdf (6,9MB) - Download
2015-07-17-Tablets-im-Unterricht-Esslingen.odp (11,4MB) - Download
Veröffentlicht von Klaus Himpsl-Gutermann am 16. Juli 2015, 21:25 | Kommentare (0)

Das fliegende Klassenzimmer der Zukunft

So wie Augmented-Reality-Anwendungen die Verbindung zwischen realen und virtuellen Welten herstellen, weisen sie gleichzeitig den Weg, wie das Schulbuch der Zukunft aussehen kann. Grafiken werden zu dreidimensionalen Modellen, Texte zu lebendigen Geschichten, Aufgaben zu interaktiven Übungen und Lernsequenzen zu dynamischen Lerneinheiten, die vielfältige Wege in neue Lernwelten eröffnen. Adaptiv, spielerisch und mobil sind die Lernumgebungen von morgen, die wir mit Tablets & Co schon heute gestalten können.

So lautet das Abstract meines Kurzbeitrags, den ich heute Abend als Keynote zum T-Mobile Connected Kids Event "Digit@le Vermessung des Klassenzimmers" beisteuern darf. Um das Potenzial von Tablets für den Schuleinsatz in Zukunft einschätzen zu können, werde ich zunächst einen Blick in die Vergangenheit werfen und das Publikum auf eine "kleine Zeitreise des eLearning" einladen. Ein Blick auf die Horizon Reports der letzten sieben Jahre zeigt, wie viele der wichtigsten bildungstechnologischen Trends bei Tablet & Smartphone zusammenlaufen. Insbesondere Augmented Reality Anwendungen zeigen, wohin die Reise gehen kann: gedruckte Schulbücher, die mit AR-Apps multimedial angereichert werden. Ein schönes Beispiel der Illustration der kreativen Möglichkeiten ist der oskar-prämierte Kurzfilm "The Fantastic Flying Books of Mr. Morris Lessmore", zu dem auch ein wunderschönes Bilderbuch und eine fantastische App dazu herausgegeben wurden (die App in "Action" zeigt dieses Video hier).

Short-URL: http://tinyurl.com/fliegendes-klassenzimmer-2015

Angehängte Dateien:
2015-05-28-Himpsl-Gutermann-Fliegendes-Klassenzimmer.pdf (4,1MB) - Download
Veröffentlicht von Klaus Himpsl-Gutermann am 28. Mai 2015, 15:15 | Kommentare (0)

Eröffnungsvortrag beim eBazar 2015

eBazarEs freut mich sehr, dass ich morgen - quasi beim "Heimspiel" an der PH Wien - den eBazar 2015 eröffnen darf. Mein Vortrag trägt den Titel "Zeig, was du kannst! Lernerfolge sichtbar machen mit E-Portfolios und Open Badges", wobei ich von der Frage ausgehe, warum eine Lehrperson im Jahr 2015 mit ihrer Schulklasse in die E-Portfolio-Arbeit einsteigen sollte - sprechen doch zunächst viele "äußere Gründe" klar dagegen: Datenschutzbedenken beispielsweise, die durch nicht abreißen wollende NSA-Enthüllungen potenziert werden; das Megaprojekt "Zentralmatura", das durch nicht abreißen wollende Pannenmeldungen die höheren Schulen verunsichert; die steigende Zahl an Standardtestungen, die den Schulen immer weitere zusätzliche Belastungen zumuten und deren Wert unklar ist. Warum also noch eine Prüfungsmethode, bei der außerdem Daten von Kindern und Jugendlichen auf Webservern abgelegt werden?

vorschaubildE-Portfolios sind für mich der ideale Brückenschlag zwischen reformpädagogischen Ansätzen, die den individuellen Lernfortschritt des einzelnen in den Mittelpunkt schulischen Bemühens rücken, und dem Einsatz digitaler Medien, die im Sinne der digitalen Agenda unsere Jugendlichen bestmöglich auf die Zukunft vorbereiten und ihnen gleichzeitig einen (selbst-)kritischen Umgang mit Medien aller Art vermitteln. Forschendes Lernen, Öffnung des Klassenraums, komplexe Aufgabenstellungen mit Weltbezug sind reformpädagogische Anliegen, die sich mit E-Portfolios in der Schule von heute zeitgemäß realisieren lassen, während gleichzeitig der Umgang mit der eigenen digitalen Identität und Fragen der Online-Reputation zum Thema von Schule werden. Open Badges eröffnen als "junge" Initiative neue Möglichkeiten in der Vergabe von Anerkennungen für Lernleistungen, wobei hier nicht nur das klassische Verhältnis von "Bildungseinrichtung" und "Lernenden" zu sehen ist, sondern insbesondere auch Peer-Review-Prozesse auch in der Schule schon mehr Aufmerksamkeit bekommen sollten.

Im zweiten Teil des Vortrages werde ich kurz auf die Ergebnisse der KidZ-E-Portfolio-Studie 2014 eingehen, die das Zentrum für Lerntechnologie und Innovation (ZLI) im Auftrag des bm:bf durchgeführt hat. Ergebnis ist einerseits eine "E-Portfolio-Landkarte" Österreichs mit den Hot Spots an Schulen und Hochschulen, und andererseits eine detaillierte Darstellung und Analyse von exemplarischen Einsätzen an acht Schulen. Die Ergebnisse der Studie sind unter http://tinyurl.com/kidz-eportfolio-2014 einsehbar und werden im Track "Lernen sichtbar machen" am zweiten Tag des eBazars im Detail vorgestellt. In diesem Track werden auch Gäste aus Irland und von der Donau-Universität Krems Aktuelles aus dem EUfolio-Projekt berichten.

Weiterführende Links und Materialien:

Angehängte Dateien:
2015-02-25-Himpsl-Gutermann-eBazar.pdf (8,4MB) - Download
Veröffentlicht von Klaus Himpsl-Gutermann am 24. Februar 2015, 22:46 | Kommentare (0)

Alternative Assessmentformen von E-Portfolios bis Open Badges

VortragsfolienUnter dem Titel "Zeugnis ablegen" habe ich auf der Learntec im Februar zum ersten Mal auf die Gefahr hingewiesen, dass E-Portfolios und Open Badges eher für ein "Assessment of Learning" missbraucht werden, als die individuellen Lernprozesse und -fortschritte der Lernenden zu stützen. Auf der Learntec war die Vortragszeit sehr knapp bemessen, so dass ich die zentralen Gedanken nur kurz entfalten konnte - morgen in Landshut auf der 3. Arbeitstagung des Schulversuchs "lernreich 2.0" habe ich mehr Zeit und hoffe, deutlicher auf Chancen und Gefahren dieser alternativen Assessmentformen hinweisen zu können.

Angehängte Dateien:
2014-03-28-Himpsl-Gutermann-Zeugnis-ablegen.pdf (2,1MB) - Download
2014-03-28-Himpsl-Gutermann-Zeugnis-ablegen.swf (1,1MB) - Download
2014_03_28_Landshut_lernreich_2_0.odp (6,3MB) - Download
Veröffentlicht von Klaus Himpsl-Gutermann am 27. März 2014, 23:28 | Kommentare (1)

Ältere Blogbeiträge von mir finden sich auf

www.bildungstechnologie.net.

Abschlussdatum Titel Erledigt
23. Januar 2015 Keynote auf der Veranstaltung "Zukunft: lernen"
06. Februar 2015 Vortrag "Selbstlernphasen und eLearning"
25. Februar 2015 Keynote auf dem eBazar 2015
22. April 2015 Keynote EUfolio Conference
28. Mai 2015 Keynote: Das fliegende Klassenzimmer der Zukunft
17. Juli 2015 Keynote: Einsatz von Tablets im Unterricht
Abschlussdatum Titel Erledigt
05. Februar 2014 Vortrag auf der Learntec in Karlsruhe
04. März 2014 International ePortfolio Workshop Ljubljana
13. März 2014 Workshop zu E-Portfolios und Mobiles Lernen
15. März 2014 LV zu Medienbildung in der Schule
28. März 2014 Abschluss-Keynote Tagung "Lernreich 2.0"
21. Mai 2014 Abschluss-Keynote Tag der Lehre FH Hagenberg
17. September 2014 Workshop Europortfolio Austrian Chapter
05. November 2014 Vortrag Train-the-Trainer auf der Personal Austria
18. November 2014 Vortrag auf dem Symposium zur Professionalisierung von Lehrenden der Fort- und Weiterbildung
Abschlussdatum Titel Erledigt
01. Januar 2013 Beginn Elternteilzeit
01. Februar 2013 Kickoff-Meeting Europortfolio Zagreb
08. Mai 2013 Kickoff-Meeting EUfolio Irland
10. Juli 2013 ePIC London 2013
01. September 2013 Wechsel an die Pädagogische Hochschule Wien
25. Oktober 2013 Start Hochschullehrgang Hochschuldidaktik
Abschlussdatum Titel Erledigt
07. Januar 2013 Start 4-wöchiges Online-Seminar der VPH zu E-Portfolios
20. Februar 2013 Workshop an der HAW Hamburg
25. Februar 2013 Start 4-wöchiges Online-Seminar der VPH zu E-Portfolios
01. März 2013 Seminar an der Fremdsprachenschule Landshut
22. März 2013 Lehrveranstaltung zur Didaktik von eLearning in der PH Wien
26. April 2013 Lehrveranstaltung im Modul Bildungstechnologie im Lehrgang eEducation7
10. Mai 2013 Lehrveranstaltung im Lehrgang Educational Leadership
14. Mai 2013 Vortrag beim Int. Kanzlertreffen der dt. Fachhochschulen
30. Mai 2013 Lehrveranstaltung im Modul Bildungstechnologie im Lehrgang eEducation7
06. Juni 2013 Lehrveranstaltung im Modul IT und Neue Medien in der Bildung im Lehrgang Bildungsmanagement
Abschlussdatum Titel Erledigt
20. Januar 2012 Endabgabe Dissertation
15. März 2012 Rigorosum
22. März 2012 Defensio eEducation4
03. Mai 2012 Lehrgangsstart eEducation6
08. Juni 2012 Graduierungsfeier eEducation4
10. September 2012 GMW-Tagung 2012
15. Oktober 2012 Defensio PKNM1
16. Oktober 2012 Beginn Elternkarenz
Abschlussdatum Titel Erledigt
23. Februar 2012 Seminar zu Learning Outcomes
26. März 2012 Seminar zu Learning Outcomes
02. April 2012 Workshop zu E-Portfolios am Onlinecampus VPH Burgenland
11. Mai 2012 bmukk - PH Treffen Wien
25. Mai 2012 Vortrag Universität Graz
10. Juli 2012 Speaker ePIC 2012 London
11. September 2012 Paper GMW 2012
08. Oktober 2012 Keynote Tag des eLearning an bayerischen Gymnasien
Abschlussdatum Titel Erledigt
09. März 2012 Springday 2012
11. April 2012 Edudays 2012
05. Oktober 2012 Students' Day 2012

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