Coworking

von Thomas Fernsebner, M.A.

Diese Sammlung dient der Masterarbeit "Coworking - Lernen in Gemeinschaft" 

Es sind unter den unterschiedlichen Artefakten jeweilige Notes angeführt, die Auszüge aus der Arbeit darstellen. Die vollständige Arbeit ist als E-Book auf dieser Seite erhältlich

Was ist Coworking

„Coworking (auch Co-working, engl. „zusammen arbeiten“ bzw. koarbeiten oder kollaborativ arbeiten) ist eine Entwicklung im Bereich neue Arbeitsformen. Freiberufler, Kreative, kleinere Startups oder digitale Nomaden arbeiten dabei zugleich in meist größeren, offenen Räumen und können auf diese Weise voneinander profitieren. Sie können unabhängig voneinander agieren und in unterschiedlichen Firmen und Projekten aktiv sein, oder auch gemeinsam Projekte verwirklichen und Hilfe sowie neue Mitstreiter finden.“

 

„Coworking (auch Co-working, engl. „zusammen arbeiten“: „Coworking“. Wikipedia, 10. August 2016. https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Coworking&oldid=156880119

Coworking Würzburg

Coworking Würzburg:

Wo: Deutschland, Bayern, Veitshöchheimerstr. 14, 97080 Würzburg

Was: Das Coworking Würzburg ist ein eingetragener Verein dessen Mitglieder die Coworker/innen sind. 

Geschäftsform: Eingetragener gemeinnütziger Verein

web: http://www.coworking-wuerzburg.de

Das „Coworking Würzburg“ ist ein eingetragener Verein, der den Space nicht kommerziell betreibt, also ein Non-Profitunternehmen ist. Die Stadt Würzburg hat hierzu die Räumlichkeiten günstig zur Verfügung gestellt. Bemerkenswert ist, dass die Stadt Würzburg selbst zwei Coworking Spaces betreibt, wobei das Coworking Würzburg nicht dazu zählt.

Gerald Hüther

„Man könnte ein Leben lang glücklich werden, indem man immer wieder Neues dazulernt. Lernen ist ein Bedürfnis wie Atmen. Das einzige Problem ist, dass wir eine Kultur des Umgangs miteinander pflegen, Kinder allzu oft daran hindert, ihre Potenziale wirklich zu entfalten.“

 

„Was Kommunen also brauchen, um zukunftsfähig zu sein, wäre eine andere, eine für die Entfaltung der in ihren Bürgern angelegten Potenziale und der in der Kommune vorhandenen Möglichkeiten günstigere Beziehungskultur, eine Kultur, in der jeder Einzelne spürt, dass er gebraucht wird, dass alle miteinander verbunden sind, voneinander lernen und miteinander wachsen können. […] Eine solche Beziehungskultur ist die Grundlage für die Herausbildung so genannter individualisierter Gemeinschaften. “

 

Hüther, Gerald. Mit Freude lernen - ein Leben lang: weshalb wir ein neues Verständnis vom Lernen brauchen ; sieben Thesen zu einem erweiterten Lernbegriff und eine Auswahl von Beiträgen zur Untermauerung. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 2016. Kap. 2.7.8, Abs. 1.

Gründervilla Kempten

Gründervilla:

Wo: Deutschland, Bayern, Ostbahnhofstr. 7, 87437 Kempten

Was: Die Gründervilla ist ein Coworking, Startup-Hub und Innovationsnetzwerk für Gründer, Selbständige, Gemeinden und Unternehmen.

Geschäftsform: Gründervilla GbR (Gesellschaft bürgerlichen Rechts) Thomas Herzhoff und Simon Schnetzer

Web: http://gruendervilla.de

Die Gründervilla in Kempten ist ein Haus am Rand der Stadt, Nähe Ostbahnhof, und hat einen schönen Außenbereich mit kleinem Vorgarten und Terrasse. Im Inneren sind drei Etagen mit unterschiedlichen Büroräumen, einem Gemeinschaftsraum, einer Gemeinschaftsküche und einem Besprechungsraum. Fast obligat ist ein „Kicker“ (Tischfußball), der nahezu in jedem Space im Gemeinschaftsbereich seinen Platz hat, sogar im Essbereich. 

Die Ausstattung ist sehr einfach und funktionell. Es ist keine hochmoderne Büroausstattung. Einfache Tische, Bürostühle, teilweise zusammengetragenes Antiquariat sowie zusammengebaute Möbel in hellen hohen Räumen aus einem schwedischen Möbelhaus statten die Villa und die Räume aus.

 

 

Brad Neuberg

Der namentlich erste Coworking Space ist 2005 in San Francisco gegründet worden. Nomade Brad Neuberg hatte in vielen Cafés früher mit seinem Laptop gearbeitet. Weil er den ständigen Wechsel als Nomade in Cafés leid hatte, suchte er einen Raum, in dem es möglich war in Ruhe mit anderen Coworker/innen arbeiten zu können. Die Hat Factory war das Ergebnis. Die Idee verbreitete sich von dort aus weltweit.

 

Der namentlich erste Coworking Space ist 2005: „(1) The Hat Factory“. Zugegriffen 28. Januar 2017. https://www.facebook.com/The-Hat-Factory-110030525940/

Dichte Beschreibung

Die dichte Beschreibung wurde durch Clifford Geerzt angewendet und später verbreitet. Die Methode lässt zu, die Sachverhalte, die Emotionen und Phänomene erst nur zu beschreiben und später zu deuten. Denn wie bereits erwähnt, ist es nicht Ziel dieser Arbeit, wie in der klassischen Forschung Hypothesen aufzustellen, diese zu belegen oder zu widersprechen.  Es soll das Phänomen der Coworker/innen und deren reale Zustände im alltäglichen Leben und Zusammenarbeiten beschreiben und deuten. 

Geertz geht von einem „semiotischen“ Kulturbegriff aus; einem Kulturbegriff, der auf Semiotik (Zeichen) beruht. Er ist Verfechter eines offenen und flexiblen Konzeptes für Kultur. Dabei greift er auf den Kulturbegriff von Max Weber zurück, der Vorstellung von „Kultur als ein Geflecht von symbolischen Beziehungen“. Geertz ergänzt dieses Bild in dem er sagt: 

„Der Kulturbegriff, den ich vertrete […] ist wesentlich ein semiotischer. Ich meine mit Max Weber, daß der Mensch ein Wesen ist, das in selbstgesponnene Bedeutungsgewebe verstrickt ist, wobei ich Kultur als dieses Gewebe ansehe. Ihre Untersuchung ist daher keine experimentelle Wissenschaft, die nach Gesetzen sucht, sondern eine interpretierende, die nach Bedeutungen sucht. Mir geht es um Erläuterungen, um das Deuten gesellschafttlicher Ausdrucksformen, die zunächst rätselhaft scheinen.“

 

Die dichte Beschreibung, eine Methode, die durch Clifford Geerzt: Geertz, Clifford. The Interpretation Of Cultures. Basic Books, 2008. S. 1-33.

Krämer Loft

Krämer-Loft:

Wo: Deutschland, Thüringen, Bahnhofstr. 16 (Büßleber Gasse), 99084 Erfurt

Was: Das Krämer-Loft ist ein neuer Coworking Space und hat zugleich ein Maker Space. 

Geschäftsform: Gesellschaft mit beschränkter Haftung & Compagnie Kommanditgesellschaft, vertreten durch Nicol Sennewald und Bianca Schön-Ott

Web: http://kraemerloft-coworking.de

Das Krämer Loft ist in dieser Phase ein Beispiel dafür, wie ein Coworking Space dynamische Formen annehmen kann und Wege sucht, sich zu ergänzen, voneinander zu lernen und Wissen zu teilen. Die Verknüpfung der beiden Arbeits- und Lernorte kann demnach die optimale Ergänzung sein, sozusagen der „Missing Link“. Leider war das Maker Space bei meinem zweiten Besuch noch nicht fertig. Über den Link https://makerspace-erfurt.de kann  der Fortschritt des Maker Space verfolgt werden.

Maker Space

 „Wie so vieles auf dieser Welt kommen auch die Maker Spaces aus den USA. Dort begann die sogenannte Maker Movement (zu Deutsch: Die Macher-Bewegung) bereits kurz nach der Jahrtausendwende. Der erste US-amerikanische FabLab (fabrication laboratory) wurde 2002 eröffnet und sorgte für eine Welle der Nachahmung. Überall im Land äußerte sich plötzlich und immer häufiger der Wunsch, Dinge selbst zu erschaffen. Etwa zehn Jahre später kam die Macher-Bewegung auch in Europa an.“ 

 „Maker Spaces: Mehr als nur Co-Working» arbeits-abc.de“, 12. Mai 2016. http://arbeits-abc.de/maker-spaces/.

MAXQDA

MAXQDA ist eine Software für qualitative Datenanalyse; ein professionelles Programm für die qualitative Analyse von unstrukturierten Daten wie Interviews, Feldnotizen, Umfragen, Tabellen, Bildern, Video- und Audioaufnahmen, bibliographische Datenbanken etc. Als weiteres Hilfsprogramm wird die Software F5-Transskription verwendet, damit Audiodateien verschriftlicht werden können. Beide Systeme sind kompatibel. Die Transkripte aus den Interviews können in das Datenanlyseprogramm  MAXQDA eingesetzt werden.

MAXQDA, eine Software für Qualitative Datenanalyse: „Was ist QDA Software? Qualitative und Mixed Daten ganz leicht auswerten“. MAXQDA - The Art of Data Analysis. Zugegriffen 28. Januar 2017. http://www.maxqda.de/produkte/was-ist-qda-software

Coworking

Masterarbeit ePub

Coworking - Lernen in Gemeinschaft .epub

40,3MB | Sonntag, 02. April 2017 | Einzelheiten

Rochuspark

Rochuspark Wien:

Wo: Österreich, Wien, Erdbergstrasse 10, 1030 Wien

Was: Der Rochuspark bietet Selbständigen, Unternehmer/innen und Künstler/innen einen gemeinsamen Raum. Es ist ein Ort der Arbeit, der Inspiration, des Lernens und der Begegnung.

Geschäftsform: Tochterunternehmen der Konnex Leitner-Sigl & Pöll OEG (offene Erwerbsgesellschaft)

Web: http://rochuspark.at

Der Rochuspark wurde von Michael Pöll und Stefan Leitner-Sidl als zweiter Standort nach der Schraubenfabrik vor 10 Jahren eröffnet. Wie bereits im Kapitel „Entstehung und Stand“ erwähnt, bezeichnet sich die Schraubenfabrik als „Mother of Coworking“. Mich motivierte  es, einen Space zu besuchen, der eine längere Tradition hat, immerhin ist anzunehmen, dass dieser Space aus den „Kinderschuhen“ herausgekommen ist und wertvolle Erfahrungen hat.

Christian Cordes

Interview

Christian Cordes ist Kulturmanager. Er ist Vorsitzender des Deutschen Bundesverbandes Coworking Deutschland e.V. und zugleich Geschäftsführer des Coworking Space Schiller 40, dem ersten Coworking Space in Deutschland in einer komm

„Wir sind, wie du schon gesagt hast, ein recht junger Verband und halt bundesweit auch aktiv, deswegen sind wir vielleicht nicht so schnell, was eine neue Webseite und ähnliches angeht, wie sage ich einmal ein kleiner Verein vor Ort. Das, was wir uns zum Ziel gesetzt haben, ist, […] das Thema Coworking halt noch mehr in die Gesellschaft zu bringen als mögliche neue Form der Arbeit, das Thema Coworking Spaces und was ein Coworking Space ist, halt in die breite Öffentlichkeit zu tragen und so als eine Aufgabe auf jeden Fall sage ich einmal so ein bisschen Information und Aufklärungsarbeit zum Thema Coworking zu leisten. Entlang dieser Beschreibung wird deutlich, dass die Szene nicht alt ist, sich noch definiert und schlussendlich immer noch orientiert.“

„Wir sind, wie du schon gesagt hast: Fernsebner, Thomas. „Interview Cordes - Transkript - Mahara ePortfolio IMB Danube University Krems Austria“. Zugegriffen 17. Februar 2017. http://www.mahara.at/user/tfernsebner/interview-cordes-transkript.

Technologie

„Rasche und immer schnellere Digitalisierung dürfte eher wirtschaftliche als ökologische Verzerrungen mit sich bringen, die sich aus dem Umstand ergeben, dass Computer leistungsfähiger werden und Unternehmen für bestimmte Tätigkeiten weniger Mitarbeiter[/innen] brauchen. Der technische Fortschritt in seiner rapiden Weiterentwicklung wird den einen oder anderen hinter sich lassen – möglicherweise auch viele. […], gab es nie eine bessere Zeit für Arbeitskräfte mit speziellen Kompetenzen oder der richtigen Ausbildung, denn solche Menschen können die Technik nutzen, um Wert zu generieren und abzuschöpfen. Für Arbeitnehmer mit „gewöhnlichen“ Kompetenzen und Fähigkeiten gab es dagegen kaum eine schlechtere Zeit, denn Computer, Roboter und andere digitale Technik erwerben solche Kompetenzen und Fähigkeiten mit beispielloser Geschwindigkeit.“

 

 „Rasche und immer schnellere Digitalisierung: „The Second Machine Age: Brynjolfsson, Erik, und Andrew McAfee. The Second Machine Age: Wie die nächste digitale Revolution unser aller Leben verändern wird. Plassen Verlag, 2014. S. 22.

Creative Commons Lizenz

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Coworking - learn together von Thomas Fernsebner, M.A. ist mit einer Creative Commons Namensnennung-Keine kommerzielle Nutzung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 3.0 Unported Lizenz ausgestattet.

Jede der Bedingungen kann aufgehoben werden, sofern Sie die ausdrückliche Genehmigung von Thomas Fernsebner, M.A. dazu erhalten.

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