ePortfolio for KidZ - Studie 2014

von ZLI PH Wien

Projekt

  • Mag.a Petra Szucsich, MSc setzte in der Oberstufe ePortfolios mehrfach im Fach Englisch ein. Es wurden damit Literatur- und Filmprojekte begleitet und reflektiert, die über mehrere Monate laufen.
  • Außerdem arbeitet sie in der Unter- und Oberstufe regelmäßig mit Papierportfolios zu verschiedensten Themen, u.a. Literatur und Film.

Schlussfolgerungen von Mag. Petra Szucsich, MSc

Aufwand
  • einmalig viel Aufwand (Planung und Vorbereitung des Projekts und einer Beispielansicht, Anlegen der BenutzerInnen-Zugänge, Planung und Durchführung des mehrstündigen Einführungsworkshops)
  • später jedoch macht sich dieser Aufwand bezahlt
  • das Projekt kann jedes Jahr wieder durchgeführt werden (dann ist es schon weniger Aufwand)
  • die Klasse kann im nächstjährigen Projekt schon viel effizienter damit arbeiten.
Vergleich mit anderen Lernformen

Das E-Portfolio

  • unterstützt Reflexionsprozesse;
  • ermöglicht eigenständiges, individualisiertes Lernen; 
  • vermittelt vielerlei Kompetenzen, die weit über das einzelne Fach hinausgehen.
 Vorteile
  • SchülerInnen sind sehr motiviert und haben Spaß
  • sie sind am Ende sehr stolz auf ihre Ergebnisse

Ziel

Die Schüler/innen lernen sich in Projekten selbst zu organisieren und Ihren Lernfortschritt und Wissensgewinn zu reflektieren und zu dokumentieren. 

Schüler/innen

Oberstufe (5. bis 8. Klasse)

Gegenstände

 ENGLISCH

Rahmenbedingungen

Zeitrahmen: die Projekte gehen immer über mehrere Wochen oder Monate

Technische Rahmenbedingungen: die SchülerInnen arbeiten die meiste Zeit an ihren Laptops oder PCs zuhause.

Ort der E-Portfolio-Arbeit: Schule (Einführung, Tipps & Tricks, Präsentation), zuhause

Einführung der E-Portfolios: während eines mehrstündigen Workshops, dann noch eine Auffrischungsstunde, for der Präsentation noch eine Unterrichtsstunde mit "Tipps & Tricks"

Aufgabenstellung

Aufgabe: sich selbst präsentieren, ein book portfolio erstellen (Literaturaufgabe), ein Filmprojekt dokumentieren;

Kommunikation der Aufgaben: in der Schule, dann auf Moodle bzw. Mahara hochgeladen

Einteilung: in Gruppen bzw. Einzelarbeit

Überarbeitung: ist nach Feedback zu vorher festgesetzten Deadlines immer wieder möglich.

Materialien: Arbeitsblätter mit "tasks", etc., Weblinks, Bücher, Filme, etc.

Evaluation

Einerseits peer review, andererseits verbales Feedback durch die Lehrperson direkt auf Mahara, Note auf das Projekt, die in die Gesamtnote einbezogen wird.

Plattform

 Moodle, Mahara

Präsentation

 Die Portfolio Ansichten werden zum Abschluss im Plenum präsentiert.

 

Kommunikation

Die Kommunikation bei Gruppenarbeiten verlief über verschiedene Kanäle: z.B. face-to-face, Mahara, whats app, Facebook, etc.

E-Portfolios

Strukturierung: Von der Lehrperson wurde eine Beispielstruktur für die Ansicht vorgegeben. Die SchülerInnen hatten aber auch sehr viel Freiraum.

Gestaltung: Hier wurden ebenfalls "Tipps & Tricks" durch die Lehrperson vermittelt. Die letztendliche Gestaltung oblag allerdings den SchülerInnen. 

Eigenverantwortung

Der Einsatz muss einerseits gut strukturiert (genaue Vorgaben, Deadlines während des Prozesses) und angeleitet werden. Der Rest liegt in der Eigenverantwortung der Schülerinnen und Schüler, die diese Eigenverantwortung meist auch wahrnehmen!

Die Eigenverantwortung der Schüler/innen war sehr hoch. Sie mussten Deadlines einhalten und sich selbst organisieren. 

Reflexion

Der Aufbau einer Reflexionskultur muss schon früh begonnen und trainiert werden. Nach mehrmaliger Durchführung und unter genauer Anleitung (welche Aspekte werden beachtet, etc.) funktioniert peer feedback sehr gut.

"Sich selbst entfalten und die Kraft der Gruppe nutzen" ist eines der Mottos des Gymnasiums Stockerau.

In verschiedenen Schwerpunkten wird auf die unterschiedlichen und sehr individuellen Interessen der Schülerinnen und Schüler eingegangen:

  • Team-aktiv 
  • Natur-aktiv 
  • Medien-aktiv 
  • Fit for Life
  • Bilingual
  • Französisch
  • Informatik

Quelle: http://www.bgstockerau.ac.at/profil/ab1kl.php

Mag. Petra Szucsich, MSc

Durch das Studium Educational Technology an der Donau-Universität Krems im Jahr 2013 lernte sie ePortfolios kennen. Seither setzt sie diese im Englischunterricht ein..

  • Es ist sehr schön am Ende des Projekts zu sehen, wie stolz die Schülerinnen und Schüler auf ihre Werke sind!

  • Der Einsatz des E-Portfolios stellt zwar einmal einen großen Vorbereitungs- und Einführungsaufwand dar, ist dann aber über Jahre verwendbar.

  • Die beste positive Rückmeldung für mich ist, wenn die SchülerInnen zu Beginn des neuen Schuljahres fragen, ob wir wieder ein E-Portfolio Projekt machen :-) 
  • Das Projekt war  zwar viel Arbeit, hat aber Spaß gemacht.
  • Es ist sehr spannend bei der Präsentation zu sehen, was die einzelnen Gruppen gemacht haben!
  • Ich werde mir mein Portfolio sicher auch später noch anschauen!

Diese Ansicht wurden im Rahmen der Studie ePortfolio for KidZ - 2014 im Schuljahr 2014/15 vom ZLI der PH Wien erstellt.