ePortfolio for KidZ - Studie 2014

von ZLI PH Wien

gemeinsam mit

Projekt

  • Die BHAK Gänserndorf und die NMS Gänserndorf führen seit mehreren Jahren schul- und fächerübergreifend Projekte zum Themenkomplex Bewerbung durch.
  • Während dieser Projekte steht eine virtuelle Mini-Übungsfirma zur Verfügung.
  • Aufgabe der Schüler/innen in diesen Projekten ist es, Informationen zum Thema Bewerbung und Beruf zu sammeln und zu dokumentieren sowie Bewerbungsinterviews und Fragebögen rund um Bewerbungen vorzubereiten.
  • Zur Kurzbeschreibung des Projekts https://www.imst.ac.at/files/projekte/1156/berichte/1156_Kurzfassung_Weber.pdf

von Dipl. Päd. Anneliese Weber

Aufwand
  • Ein intensives Einarbeiten ist in das Thema E-Portfolio im Vorfeld notwendig.
  • So ein komplexes Projekt mit mehreren Stufen erfordert einen relativ hohen Planungsaufwand.
Vergleich mit anderen Lernformen
  • Im Vergleich zu anderen Lernformaten hat Anneliese Weber die E-Portfolios als interessanter empfunden.
  • Im Sinne des fächer- und schulübergreifenden Unterrichts erleichtern E-Portfolios die Arbeit.
  • Anneliese Weber schätzt Teamarbeit und würde bei fächerübergreifendem Unterricht gerne wieder E-Portfolios einsetzen, vor allem im BWL-Unterricht ist der Einsatz von E-Portfolios gut vorstellbar.
 Vorteile vs. Nachteile
  • Durch den Einsatz der technischen Elemente konnten die Schüler/innen stärker motiviert werden.
  • Probleme können durch eine schlechte technische Ausrüstung entstehen. Vor allem bei der Einschulung muss alles funktionieren, damit die Schüler/innen in der Folge zu Hause arbeiten können.

Ziel

Die Schüler/innen sollen sich durch Reflexion weiterentwickeln und ihre Kompetenzen im Bereich Projektmanagement und Organisation verbessern.

Vor allem in E-Portfolios lassen sich Reflexionen gut in die Lernsituation integrieren.

Schüler/innen

2 Klasse HAK gemeinsam mit Schüler/innen der NMS.

Gegenstände

Das Projekt wurde fächerübergreifend vor allem in Deutsch und den kaufmännische Fächern durchgeführt.

Rahmenbedingungen

Zeitrahmen: Der Themenkomplex Bewerbung wurde das gesamte Schuljahr über behandelt, das eigentliche Projekt wurde im Schuljahr 2013/14 von Mai bis Dezember durchgeführt.

Technische Rahmenbedingungen: Die technische Ausrüstung der beiden mitwirkenden Schulen war unterschiedlich. Die BHAK war sehr gut ausgerüstet, die NMS nicht. Die technischen Probleme der NMS konnten während des Projekts ausgeräumt werden.

Ort der E-Portfolio-Arbeit: Die Schüler/innen arbeiteten in der Schule und zu Hause. In der Schule wurden die Techniken, die im Umgang mit der E-Portfolio-Software notwendig waren erarbeitet.

Einführung der E-Portfolios: Die E-Portfolios wurden fächerübergreifend eingeführt. Die Schüler/innen wurden sowohl im technischen als auch im fachlichen Bereich von mehreren Lehrenden mit den E-Portfolios vertraut gemacht.

Aufgabenstellung

Aufgabe:Das Projekt war in 5 Phasen geteilt, in jeder Phase erhielten die Schüler/innen unterschiedliche Aufgaben. Mit Hilfe dieser Aufgaben wurden Bewerbungssituationen aus Sicht von Arbeitgeber/innen und Arbeitnehmer/innen besprochen, vorbereitet und innerhalb der virtuellen Firmen geübt. Die Schüler/innen der NMS besuchten an 3 Tagen ein Schnupperpraktikum in Betrieben und dokumentierten dieses Schnupperpraktium im E-Portfolio.

Einteilung: Die Schüler/innen arbeiteten teilweise einzeln und teilweise in Gruppen.

Überarbeitung: Eine Überarbeitung der fertigen Lernprodukte war möglich. Die Reflexionsfragen wurden allerdings so gestellt, dass situationsbedingte Antworten gegeben wurden und eine Überarbeitung innerhalb der Reflexion nicht notwendig war.

Materialien: Fragebögen, Untersuchungsmethoden

Evaluation

Die E-Portfolios haben zur Jahresnote beigetragen. Vor allem das dialogische Reflektieren wurde beurteilt.

Plattform

Die Schüler/innen präsentieren ihre Ergebnisse in Mahara.

Präsentation

Das Projekt und die E-Portfolios wurden von beiden Partnerschulen vor beiden Direktor/innen präsentiert. Dafür wurden einige Beispielportfolios von den Lehrenden ausgewählt.

 

Kommunikation

Durch die Gruppenarbeiten war Kommunikation zwischen den Schüler/innen notwendig.

Die Kommunikation mit den Lehrenden fand auch in Form von Feedbacks statt.

Es wurde ein Social Video Experte aus Deutschland in einer Videokonferenz hinzugezogen.

E-Portfolios

Allgemein: Die E-Portfolios beider Schulen waren überraschend gut. Die Schüler/innen brachten sich sehr stark ein.

Strukturierung: Nach Anfangsschwierigkeiten wurden gut strukturierte Portfolios erstellt. Oft war die Struktur durch die Aufgabenstellung vorgegeben.

Gestaltung: Die Portfolios wurden teilweise sehr liebevoll und individuell gestaltet.

Eigenverantwortung

Die Eigenverantwortung der Schüler/innen wurde über verschiedene Schienen gefördert:

  • Mit den Schüler/innen wurden Meilensteine erarbeitet, das Einhalten dieser Termine lag in der Eigenverantwortung der Schüler/innen.
  • Bei bestimmten Arbeiten konnten die Schüler/innen wählen. Z.B.: Fragebögen selbst erarbeiten.
  • Bei der Reflexion gab es keine Wahlmöglichkeit, die Reflexionsfragen wurden von den Lehrenden vorgegeben.

Reflexion

Ein Schwerpunkt des Projekts war die Weiterentwicklung durch Reflexion. Die Reflexion wurde durch die Lehrkraft gefördert, indem Rückmeldungen gegeben wurden. Die Schüler/innen konnten dementsprechend ihre Ansichten nochmals überarbeiten und reflektieren.

Reflexionsfragen für die Schüler/innen wurden von den Lehrenden vorgegeben.

Feedback

Feedback zum Projekt: Das gesamte Projekt wurde in beiden Schulen, im Rahmen von Feedbackfragebögen und Gruppendiskussionen ausgewertet und diskutiert.

Feedbackschleife innerhalb des Projekts: Lehrende gaben Rückmeldungen, diese konnten von den Schüler/innen nochmals reflektiert werden.

Feedback der Schüler/innen der BHAK Gänserndorf

Feedback der Schüler/innen der NMS Gänserndorf

Quelle: http://www.mahara.at/artefact/file/download.php?file=577523&view=71334

Homepage: BHAK BHAS Gänserndorf

Homepage: NMS Gänserndorf

Die Handelsakademie IT (auslaufender Lehrplan – gültig zur Zeit des Projekts) bereitet die Schüler/innen in der Fachrichtung Informationsmanagement und Informationstechnologie auf die Anforderungen, die durch den Einsatz neuer Medien in der Berufswelt entstehen, vor.

In der HAK IT wird ab dem III. Jahrgang ein Notebook PC eingesetzt um das Technikverständnis zu fördern und den eigenverantwortlichen Umgang der Schüler/innen zu schulen.

Quelle (gekürzt): http://www.hakgaenserndorf.ac.at/index.php?id=handelsakademie

Dipl. Päd. Anneliese Weber wurde vor allem durch einen Kollegen ihrer Schule, der an der Donau Universität-Krems studiert hatte, zum Einsatz von E-Portfolios im Unterricht angeregt.

KidZ: "Warum wurden gerade E-Portfolios verwendet?"

AW: "Weil man hier mit Reflexion sehr viel machen kann, weil sie individuell sind und den Schülern ein weitere Zugang zum Thema vermittelt werden kann."

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KidZ: „Was hat gut bzw. nicht gut funktioniert?“

AW: „Wir haben versucht uns so lange zu bemühen bis es gut funktioniert hat. (Anm. technische Probleme)“

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„Was mir gut gefällt ist im Team zu arbeiten, es ist mir wichtig, weil man sich gegenseitig Ideen liefert und ja ein Wort gibt das andere. Es ist eine Kreativität, die einen Strom von Kreativität in Gang setzen kann.“

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Für mich waren die E-Portfolios interessanter als „normaler“ Unterricht. Der fächer- und schultypenübergreifende Unterricht war durch die E-Portfolios leichter.

Diese Ansicht wurden im Rahmen der Studie ePortfolio for KidZ - 2014 im Schuljahr 2014/15 vom ZLI der PH Wien erstellt.