ePortfolio for KidZ - Studie 2014

von ZLI PH Wien

Projekt

Die Portfolios wurden von Martina Stadler als Entwicklungsportfolios konzipiert. Derzeit laufen 2 Projekte: eines mit einer 6. Klasse (für 1 Semester), ein zweites für das Wahlpflichtfach Multimedia (1 Schuljahr). In der Folge sollen die Schüler/innen in der Lage sein, ihre VWAs über Mahara zu dokumentieren.

von Martina Stadler, MA BEd

Aufwand
  • Administratorische Arbeiten:
    Kontaktaufnahme mit Administrator der Donau-Uni wegen Berechtigungen.
    Anlegen aller Schüler/innen in Mahara.
  • Planung des Unterrichts: Wie kann E-Portfolio integriert werden?
Vergleich mit anderen Lernformen
  • E-Portfolios sind eine gute Dokumentationsmöglichkeit für den Unterricht. Ist ein/e Schüler/in erkrankt, kann sie/er online nachvollziehen, welcher Stoff in dieser Zeit durchgenommen wurde.
  • Die E-Portfolios sind moderne Tagebücher, sie enthalten persönliche Elemente wie Bilder oder auch Links.
  • Für die Oberstufe lassen sich die E-Portfolios gut für die Dokumentation der VWAs einsetzen.
 Vorteile
  • Durch die Möglichkeit, online zu dokumentieren, gehen die Daten weniger leicht verloren.
  • Die Schüler/innen können entscheiden, was andere Personen sehen sollen.
Nachteile
  • Technische Probleme sind störend. Wenn mehrere S gemeinsam einloggen kann es zu langen Wartezeiten von Seiten des Mahara-Servers kommen.
  • In der Unterstufe ist die rechtliche Situation problematisch. Nicht alle Eltern, erlauben, dass ihre Kinder online angemeldet werden dürfen.
  • Mangelnde Sprachkenntnisse erschweren die Reflexion.

Ziel

Die Schüler/innen sollten Mahara als Werkzeug kennenlernen und es zur Dokumentation des Unterrichts verwenden. Geplant ist, dass E-Portfolios als Dokumentation der VWA verwendet werden.

Schüler/innen

Schüler/innen der Oberstufe.

Gegenstände

Wahlpflichtfach Multimedia

Rahmenbedingungen

Zeitrahmen: 1 Semester und 1 Schuljahr, geplant ist auch der Einsatz als Dokumentation für die VWA.

Technische Rahmenbedingungen: In der Schule sind Computersäle verfügbar. Für die E-Portfolioarbeit wird der Mahara-Server der DUK verwendet.

Ort der E-Portfolio-Arbeit: Während der Unterrichtszeit in der Schule und zu Hause.

Einführung der E-Portfolios: Zu Beginn des Projekts. Zuerst recherchieren die Schüler/innen selbstständig zum Thema E-Portfolio. Dann wird Mahara als Plattform vorgestellt, erläutert und im Anschluss für das gesamte Projekt verwendet.

Aufgabenstellung

Aufgabe: Im Unterricht wurden viele Web 2.0 Werkzeuge besprochen. Über diese sollte selbständig recherchiert und in der Folge auf Mahara dokumentiert werden. Die Schüler/innen sollten sich mit den einzelnen Tools intensiv beschäftigen und diese reflektieren.

Einteilung: Die E-Portfolios sind als Einzelarbeiten geplant, einige Aufgaben zu den Tools als Gruppenarbeiten.

Kommunikation der Aufgaben: Die Aufgabenstellung wurde sehr unterschiedlich gestaltet: Präsentationen, Zettel, QR-Codes mit darin versteckten Aufgaben etc. Durch diese unterschiedlichen Zugänge zur Aufgabenstellung sollte die Motivation der Schüler/innen gefördert werden.

Überarbeitung:  Eine Überarbeitung zwischen Feedback und Benotung ist vorgesehen.

Materialien: M. Stadler schaltet ihre Mahara-Ansichten der DUK für ihre Schüler/innen frei.

 Evaluation

Die E-Portfolios fließen in die Note ein. Am Ende des Projekts werden sie anhand eines Kriterienkatalogs beurteilt. M. Stadler stellt diesen Kriterienkatalog selbst zusammen um auf das Niveau der Schüler/innen einzugehen. Die Schüler/innen kennen den Kriterienkatalog.

Plattform

Während des gesamten Projekts wird Mahara verwendet.

Präsentation

Die Präsentation findet innerhalb der Klasse statt, ev. wird es eine Präsentation für den Direktor geben.

 

Kommunikation

Die Schüler/innen tauschen sich in der Klasse aus. Sie geben einander Feedbacks, woraus bereits Ergänzungen entstanden sind.

E-Portfolios

Allgemein: Die Oberstufe arbeitet bereits sehr bewusst mit den E-Portfolios und es gibt bereits sehr gute Ergebnisse. Sie behandeln die E-Porfolios oft wie Tagebücher und stecken viel Energie in die Arbeit.

Strukturierung: Die Schüler/innen haben die vorgegebene Idee mit der Gestaltung in einzelnen Blöcken aufgenommen und die Portfolios sind bereits gut strukturiert.

Gestaltung: Zur Zeit des Interviews konnte noch nichts bezüglich der Gestaltung gesagt werden, weil die Schüler/innen noch vor den Abgabeterminen stehen.

Eigenverantwortung

Die Inhalte des E-Portfolios werden durch den Unterricht vorgegeben, die Artefakte werden von den Schüler/innen selbst bestimmt. Ebenso steht es den Schüler/innen frei, die Ansichten nach dem Feedback von M. Stadler nochmals zu überarbeiten.

Reflexion

Die Reflexion ist vor allem Schüler/innen mit sprachlichen Defiziten schwer gefallen, dennoch gab es einige Schüler/innen, die bereits gut ausformulierte Reflexionen schreiben. Als Hilfestellung empfiehlt M. Stadler den Schüler/innen sich in den Mittelpunkt der Überlegungen zu stellen und Fragen wie „Kann ich das Tool verwenden?“ oder „Ist dieses Tool für mich sinnvoll oder nicht sinnvoll?“ zu stellen.

Feedback

M. Stadler wird ihr eigenes Feedback am Ende des Projekts kurz vor der Benotung geben.

Die Schüler/innen des Semesterkurses sind angehalten ein sachliches Peer-Feedback auszuprobieren, jene des Jahreskurses müssen verpflichtend ein Peer-Feedback geben.

Homepage: http://www.brgkepler.at

Das BRG Kepler bietet neben einer für ein Gymnasium typischen fundierten Allgemeinbildung viele innovative Bereiche, in denen sowohl auf Seite der Lernenden als auch der Lehrenden mit großem Engagement gearbeitet wird. Beispiele für den Schulschwerpunkt Informationstechnologie: Robotik von der 1. bis zur 8. Klasse, E-Learning- Projekte des Unterrichtsministeriums (eLSA und KidZ - Klassenzimmer der Zukunft), fächerübergreifende Entwicklungen von Lernplattformen

Quelle: http://www.brgkepler.at/www/index.php/unsere-schule

Martina Stadler, MA BEd

  • Mahara View von Martina Stadler
  • Martina Stadler, MA BEd lernte Mahara im Lehrgang eEducation an der Donau-Universität Krems kennen.
  • Die dort eingesetzten Methoden wendet sie auch für ihre Schüler/innen an.
E-Portfolios gefallen mir gut als Dokumentationsgrundlage für den Unterricht.
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„Mir geht es darum, sich damit auseinanderzusetzen und nicht aus Wikipedia herauszukopieren.“

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KidZ: Wie haben Sie in der Klasse die Fragestellungen kommuniziert? Wie wurden die Fragen kommuniziert?

M.Stadler: Unterschiedlich: mal mit einer Präsentation, oder mit Zettel, oder QR-Codes, da drinnen war die Aufgabe versteckt.

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Die E-Portfolios sind wie moderne Tagebücher.

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Mein Tipp an die Schüler/innen für die Reflexion: Stellt euch in den Mittelpunkt und überlegt: Würde ICH das auch verwenden? Was bringt MIR das?

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Für die Bewertungskriterien werde ich nichts „von der Stange“ nehmen sondern meine Kriterien an das Niveau der Schüler/innen anpassen und diese bekanntgeben.

Da das Projekt im Laufen ist, gab es bisher keine Feedbackrunde, einige Schüler/innen haben aber bereits kommuniziert, dass ihnen das Arbeiten mit E-Portfoliso ganz gut gefällt.

Diese Ansicht wurden im Rahmen der Studie ePortfolio for KidZ - 2014 im Schuljahr 2014/15 vom ZLI der PH Wien erstellt.