ePortfolio for KidZ - Studie 2014

von ZLI PH Wien

Projekt

  • Für Frau Dipl. Päd. Stöckelmaier ist das ePortfolio die Conclusio des gesamten Informatikunterrichts. Sie setzt ePortfolios von der 1. Klasse bis zur 4. Klasse durchgehend ein.
  • Dabei stellt das ePortfolio ein Entwicklungsportfolio da, es wird in der 1.Klasse wie eine Informatikmappe als Mahara-Ansicht begonnen und bis zur 4.Klasse fortgeführt.
  • Ein weiteres Einsatzgebiet für ePortfolios sind die KEL-Gespräche (Kinder-Eltern-Lehrer-Gespräche) und der Einsatz als Lerntagebuch.

von Claudia Stöckelmaier

Aufwand
  • Für das Erstellen der ePortfolios bedarf es eingehender Vorbereitungszeit.
  • Nachdem die Accounts der SchülerInnen installiert waren, wurde ein Leitfaden erstellt, der einerseits als Orientierungshilfe diente und andererseits den SchülerInnen genug Spielraum gab, um den Arbeitsprozess dem eigenen, individuellen Lernstil anzupassen.
  • Aufgrund der sorgfältig ausgeführten Vorbereitungsarbeit war es der Lehrperson in der Stunde möglich, sich mehr Zeit für die individuellen Bedürfnisse der SchülerInnen zu nehmen.
Vergleich mit anderen Lernformen
  • Der größte Vorteil der Arbeit mit ePortfolios ist, dass sie sehr viele unterschiedliche Möglichkeiten bietet, den Lernprozess an die jeweiligen Erfordernisse des Unterrichtsthemas anzupassen und die Lernerfahrung dem Arbeitsauftrag angemessen zu gestalten.

  • Man kann das Portfolio hauptsächlich als Lernpfad, aber auch als Grundlage für Präsentationen nutzen. Oder aber man verwendet es als Entwicklungsportfolio, das einem die Möglichkeit eröffnet sich auf die Metaebene zu begeben und sich einen Überblick über den eigenen Lernfortschritt zu machen.
  • So wird es den Lernenden leicht gemacht, sich ihrer Fortschritte bewusst zu werden und ihre Erfahrungen kontinuierlich zu evaluieren, ihre Vorgehensweisen zu optimieren und den individuellen Stärken und Schwächen anzupassen.
  • Frau Stöckelmaier könnte ihren ganzen Unterricht mit Mahara abdecken (Lernresourcen zur Verfügung stellen, Hausübungsseite, Schulübungsseite)

  • Sie  meint:" Wenn ich die Klasse oft unterrichte und Mahara immer wieder miteinfließen lassen kann, funktioniert die Mitarbeit der SchülerInnen reibungslos."
 Vorteile
  • SchülerInnen arbeiten viel reflexiver
  • sehr berreichernd im Unterricht
  • sehr aktivierend für die SchülerInnen
  • sie setzen sich wirklich mit den Lerninhalten auseinander

Obiges Portfolio wurde von der Lehrperson als Unterrichtsvorbereitung zum Thema erstellt.

Ziel

  • Die SchülerInnen lernen, dass man die eigene Entwicklung beobachten kann, sei es zu Präsentationszwecken oder als Entwicklungsportfolio.
  • Für die Lehrerin ist das ePortfolio das ideale Mittel, um einen Überblick über den aktuellen Wissensstand der SchülerInnen und die verschiedenen Stadien der Lernvorgänge zu erhalten. Die Informationen über schon Gelerntes sind leicht zugänglich.
  • Das Lerntagebuch eignet sich sehr gut zur Dokumentation und liefert Feedback über den Zeitaufwand, der mit einem jeweiligen Lernziel verbunden war.
  • Die Lehrperson erhält auch Einsicht darüber, wieviel Übungsbeispiele er/sie pro Lerneinheit durchnehmen kann.

Schüler/innen

  • 1. - 4. Klasse

Gegenstände

  • verschiedene Fächer

Rahmenbedingungen

  • Zeitrahmen: ePortfolio-Arbeit erstreckt sich über alle vier Schuljahre hinweg

  • Technische Rahmenbedingungen: sehr gut, keine Abhängigkeit vom Computerraum

  • Ort der E-Portfolio-Arbeit: in der Klasse, zu Hause, im Computerraum

  • Einführung der E-Portfolios: gemeinsames Einloggen und gemeinsame Einführung, Bereitstellung von Lernressourcen durch die Lehrperson

Aufgabenstellung

  • Aufgabe: In der ersten Klasse wurde ein Word Dokument hochgeladen und ein Profil ausgefüllt. In höheren Klassen wurden beispielsweise die Kernelemente des Zylinders von einer SchülerInnen-Gruppe als Stop-Motion-Film erklärt.

  • Kommunikation der Aufgaben: Lernressourcen auf Mahara-Ansicht als Lernpfad für die SchülerInnen, mündlich, auf Lernpfaden in Mahara und mit schriftlichen Leitfäden, Anleitungen, Videos und Tabellen

  • Einteilung: Einführung in die neue Plattform, ständige Arbeit am eigenen ePortfolio über vier Jahre hinweg (Entwicklungsportfolio)

  • Überarbeitung: das ePortfolio kann sändig überarbeitet werden. SchülerInnen bekommen Termine bis dahin bestimmte Aufträge erledigt sein sollten, dann kommt ein neuer Input (Feedback) und ein weiterer Termin, manche SchülerInnen ignorieren jedoch die Lehrperson bis zum letzten Termin.

  • Materialien: Tablet, Smartphone, Netbook

Evaluation

  • Die Lernergebnisse flossen in die Note ein.
  • Teil der Mitarbeitsnote und in der ergänzenden differenzierenden Leistungsbeschreibung (edl) 
  • SchülerInnen wurden immer wieder mittels Stimmungsbarometer befragt

Plattform

  •  eigenes Schulmahara am Server

Präsentation

  • Die Präsentationen verlaufen unterschiedlich, je nachdem welche Art von ePortfolios verwenden wurden. Beispielsweise wird ein Entwicklungsportfolio nicht präsentiert, außer für Erklärungszwecke mit jüngeren SchülerInnen oder bei Elternabenden.
  • Bei Kelgesprächen bieten die ePortfolios die Präsentationsgrundlage.
  • Manchmal verwenden die SchülerInnen eine Mahara-Ansicht anstatt einer Power-Point-Präsentation.

Kommunikation

  • Es wird mündich und schriftlich kommuniziert.
  • Die Kommunikation innerhalb der einzelnen Gruppen fand vor allem im Unterricht statt, dabei ging es meistens darum wie die ePortfolio Software Mahara funktioniert.
  • Wie sehr im Mahara Forum kommuniziert wird  variiert von Klasse zu Klasse, manchmal wird das Forum extrem genutzt, manchmal gar nicht.
  • Teilweise kommunizieren die SchülerInnen über andere Kanäle, z.B. über What´s App über Mahara.

E-Portfolios

Allgemein:

  • Um einen lernwirksamen Prozess sicherzustellen ist eine gut durchdachte, klare Anleitung der Lehrperson sowohl mündlich als auch mit Lernpfaden (Tabellen, Videos und Überprüfungen) essentiell.
  • Die Ergebnisse waren durchwegs positiv.

Strukturierung:

  • Von den Lehrenden wurden die meisten ePortfolios ganz gut strukturiert. Der Hauptgrund dafür war das gegenseitige Feedback geben und das Arbeiten mit der Plattform Mahara ab der ersten Klasse.

Gestaltung:

  • Durch die Verwendung von Mahara ab der ersten Klasse, wird die individuelle Gestaltung der ePortfolios von Schulstufe zu Schulstufe immer besser. Dabei ist eine gut sichtbare Entwicklung zu beobachten, es gibt große Unterschiede zwischen Anfängern und Fortgeschrittenen.

Eigenverantwortung

Die Eigenverantwortung der Schüler/innen liegt

  • in der Gestaltung der ePortfolios,
  • der Zeiteinteilung,
  • und in der Art der Dokumentation (Bilder, Texte, etc.).

Reflexion

  • Eine konkrete Reflexionsaufgabe für die SchülerInnen war z.B. sich drei Mahara Seiten von KlassenkollegInnen anzuschauen und sich zu überlegen: Warum gefällt mir diese Seite? Warum nicht? Die Gedanken dazu sollten die SchülerInnen zunächst nur für sich delbst notieren. Danach wurde noch extra auf die jeweiligen Seiten  Feedback gegeben.

  • Das ePortfolio zum Kelgespräch und das Lerntagebuch sind schon Reflexionsprozesse an sich.

  • Für Frau Stöckelmaier ist es in der ePortfolio-Arbeit u.a. sehr wichtig, dass sich die SchülerInnen überlegen warum ein bestimmtes Artefakt ein spezielles Thema am besten unterstützt.
  • Unterricht mit neuen Medien
  • Individuelle Förderung der Kinder
  • Kinder im Mittelpunkt - Technik hilft zu differenzieren und individualisieren
  • Kreativität fördern durch Technik - (Lego bauen/makey-makey) - gesteigerte Motivation 
  • Dokumentation der Arbeit (Videos aufnehmen können etc.) 

Quelle:

Dipl. Päd.Claudia Stöckelmaier

Dipl. Päd. Claudia Stöckelmaier lernte ePortfolios während ihres Studiums an der Donau-Universität Krems kennen und setzt diese seither in ihrem Unterricht ein.

  • Das Projekt war  
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Diese Ansicht wurden im Rahmen der Fortsetzung der Studie ePortfolio for KidZ - 2014 im Schuljahr 2015/16 vom ZLI der PH Wien erstellt.