ePortfolio for KidZ - Studie 2014

von ZLI PH Wien

Projekte

  • Frau Dipl. Päd. Prohaska setzt das ePortfolio im Wahlpflichtfach Multimedia Design als Präsentationsportfolio ein.
  • Im Englischunterricht verwendet sie ePortfolios regelmäßig.
  • Für das KEL-Gespräch (Kinder-Eltern-Lehrer-Gespräch) setzt sie das ePortfolio zu Reflexionszwecken ein.

von Dipl. Päd. Julia Prohaska

Aufwand
  • In der Vorbereitungsphase ist es in etwa gleich intensiv wie eine Vorbereitung für eine offene Lernphase.
Vergleich mit anderen Lernformen
  • Das Einsetzen der ePortfolios ist in der Unterrichtsphase sehr angenehm, dabei bricht das typische Rollenverständnis von Lehrenden und Lernenden auf.
 Vorteile
  • Die SchülerInnen arbeiten sehr eigenständig.

Die folgenden Screenshots bieten Beispiele von ePortfolios, die von der Lehrperson als Arbeitsmaterialien für die Lernenden vorbereitet wurden.

Ziel

  • Mahara als Tool zum Abbilden des eigenen Lernprozesses (Englisch, KEL-Gespräche, Wahlpflichtfach)
  • Mahara als Reflexionsinstrument und Lerntagebuch (KEL-Gespräche)
  • Mahara zur individuellen Gestaltung von Texten (visuell, auditiv, mit Videos, etc.)
  • das ePortfolio als Beurteilungsgrundlage & Präsentationsinstrument (Wahlpflichtfach, Englisch)

Schüler/innen

  • Englisch 7. Schulstufe
  • Soziales Lernen 7. Schulstufe
  • Wahlpflichtfach Multimedia Design, 8. Schulstufe

Gegenstände

  • Englisch
  • Soziales Lernen
  • Multimedia Design

Rahmenbedingungen

  • Zeitrahmen: Einsatz in den Gegenständen Englisch und Soziales Lernen während des ganzen Schuljahres 2015/16, im Wahlpflichtfach Multimedia Design jeweils in einem Semester, da im Semester Gruppen gewechselt werden

  • Technische Rahmenbedingungen: 2 PC-Räume in der Schule bzw. für ein Monat iPads in Klassenstärke

  • Ort der E-Portfolio-Arbeit: großteils in der Schule in den Unterrichtsstunden, vereinzelt zu Hause

  • Einführung der E-Portfolios: im Rahmen eines Workshoptages zu Schulbeginn (7. Schulstufe) bzw. in einer Doppelstunde (Wahlpflichtfach 8. Schulstufe)

Aufgabenstellung

  • Aufgabe: sehr klare Aufträge, zum Beispiel: Suche dir einen Film aus und schreibe ein Filmreview und diese und jene Punkte sollen inkludiert sein, unterstütze dies mit Bildern, Videos usw. 
  • Für das KEL-Gespräch gibt es sehr klare Reflexionsaufträge (zum Beispiel: Wie arbeitest du im Team? Wie geht es dir dabei?,.....)

  • Kommunikation der Aufgaben: erfolgte mittels einer Lehrportfolio-Seite mit Arbeitsaufträgen, Videoanleitungen. Zusätzlich gab es schriftlich den ausformulierten Arbeitsauftrag

  • Überarbeitung: Es gibt die Möglichkeit zur Überarbeitung der ePortfolios, oft sind die SchülerInnen später unzufrieden mit ihren ausgewählten Inhalten und überarbeiten diese dann noch.
  • Die englischen Texte werden entweder vorher korrigiert oder nach einer Rückmeldung der LehrerIn noch einmal überarbeitet.

  • Materialien: Text, Videos, Hörbeispiele (LehrerInnenansicht)

Evaluation

  • erfolgt einerseits mit Beurteilungsraster, Kompetenzen vom Textwriting
  • im Wahlpflichtfach ist es die Grundlage der Beurteilung für das ganze Semester
  • im KEL-Gespräch wird das ePortfolio nicht evaluiert - aber man sieht wie die SchülerInnen gearbeitet haben.

Plattform

  • Mahara

Präsentation

  • Im Unterrichtsfach Englisch werden die ePortfolios in einer Portfolio-Stunde präsentiert, jede/r präsentiert beispielsweise seine Londonansicht und erzählt kurz etwas dazu.

  • Im Rahmen des KEL-Gespräches erzählen die Kinder ihren Eltern mit Hilfe der Mahra-Ansicht ihre Erfahrungen.

  • Im Wahlpflichtfach werden die Ansichten der SchülerInnen nur von der Lehrperson angeschaut.

 

Kommunikation

  • Die Kommunikation innerhalb der einzelnen Gruppen bestand beim KEL-Gespräch aus einem Feedback über die Kommentarfunktion.
  • Dabei war es den SchülerInnen freigestellt ob dieses Feedback für alle leserlich ist.
  • Bei Fragen konnte auch über E-Mail oder persönlich kommuniziert werden.

E-Portfolios

  • Allgemein: Die Schüler/innen integrierten die Arbeit mit den ePortfolios erfolgreich in ihren Lernprozess. Manchmal fehlen jedoch noch digitale Kompetenzen.

  • Strukturierung: Die Strukturierung der ePortfolios fand sehr unterschiedliche Ausdrucksformen, aufgrund der Fächer, der Altersgruppen und der Charaktere der SchülerInnen.

  • Gestaltung: Die ePortfolios wurden sehr individuell gestaltet.

Eigenverantwortung

  • Die Eigenverantwortung der Schüler/innen lag in der Auswahl der Inhalte für ihr ePortfolio. Dabei gingen sie sehr überlegt vor.

Reflexion

  • Die Reflexion war beim KEL-Gespräch besonders erfolgreich.
  • Im Wahlpflichtfach wurde ein Bericht über die Arbeitsprozesse mit dem ePortfolio verlangt.
  • Die NMS Schwechat-Frauenfeld hat sich zum Ziel gesetzt, Schlüsselkompetenzen wie z. B. Methodenkompetenz, Selbstkompetenz, Sozialkompetenz, Sachkompetenz oder Kommunikationsfähigkeit, zu vermitteln.
  • Dies erfolgt neben dem Regelunterricht auch im Projektunterricht sowie in diversen schulautonomen Wahlpflichtfächern in der 7. & 8. Schulstufe, wie zum Beispiel Multimedia Design, English Conversation, Forschendes Lernen, Kreatives Gestalten, Pneumatik, Trendsportarten.
  • So können die Schülerinnen und Schüler ihren individuellen Interessen und Begabungen nachgehen.

Quelle: www.nmsschwechat-frauenfeld.ac.at

Dipl. Päd. Julia Prohaska

Durch den Lehrgang E-Learning an der PH-Niederösterreich 2012 und als Studentin auf der Donau-Universität Krems kam Dipl. Päd. Julia Prohaska selbst mit ePortfolios in Berührung.

  • „Mit ePortfolios kann ich einerseits den Schülerinnen und Schüler vielfältiges Lernmaterial digital zur Verfügung stellen, andererseits werden sie selbst zu Produzent/innen und nehmen ihren eigenen Lernprozess viel bewusster wahr.“

  • „Die Reflexion des eigenen Lernens gewinnt für die Schülerinnen und Schüler an Stellenwert. Der Lernprozess wird als etwas Höchstpersönliches wahrgenommen und die Kids präsentieren ihre ePortfolios mit Stolz.“

  • Durch den regelmäßigen Einsatz von ePortfolios konnte in der Gruppe eine gute Feedback-Kultur etabliert werden. Die Werke der Mitschülerinnen und Mitschüler werden wertschätzend, aber durchaus kritisch betrachtet und Feedback wird unter Berücksichtigung von Feedback-Regeln gegeben, ohne jemanden dabei zu kränken oder zu beleidigen.“

 

  • „Eine tolle und andere, abwechslungsreiche Form für die Durchführung der KEL-Gespräche.“ (Feedback von Eltern)

  •  „Endlich kann ich meine Videos herzeigen und meine Hausübungen kreativ gestalten.“ (Schülerin, 7. Schulstufe)

  • „So kann ich sehen, was meine Mitschülerinnen und Mitschüler zum Thema machen und mir Ideen holen bzw. ihnen sagen, was mir gefällt und wo sie sich noch verbessern könnten.“ (Schüler, 7. Schulstufe)

  • „Super, dass wir so eigenständig arbeiten dürfen. Jede/r kann das Lerntempo selbst bestimmen und keiner fadisiert sich.“ (Schülerin, 8. Schulstufe)

Diese Ansicht wurden im Rahmen der Fortsetzung der Studie ePortfolio for KidZ - 2014 im Schuljahr 2015/16 vom ZLI der PH Wien erstellt.