Im Blickfeld von Klaus Himpsl-Gutermann: Mein Weblog : Vergleich von E-Portfolio Tools

Vergleich von E-Portfolio Tools

wesfryer.pngBin gerade über einen interessanten Blogbeitrag vom April 2010 gestoßen. Der bekannte Educational Technologist und Blogger Wesley Fryer aus Oklahoma beschäftigt sich mit der Frage, welche E-Portfolio Tools für eine High School empfohlen werden können. Diese Frage hat mich 2007/2008 ja sehr intensiv beschäftigt, als ich an der Evaluation von E-Portfolio Software gearbeitet habe. Ausgehend von einer Anfrage, ob Moodle denn als E-Portfolio-Lösung geeignet wäre, kommt Fryer zu einem ähnlichen Schluss wie ich: eine Lernplattform kann nur bedingt zur E-Portfolio-Arbeit zweckentfremdet werden, wenn man "out of the scratch" eine Lösung neu implementieren will, gibt es zu Mahara wenig Alternativen. Eine zentrales Argument dabei ist die differenzierte Zugriffsregelung, die Mahara auf das eigene Portfolio - auch auf Teile davon - erlaubt. Wesley schreibt:

One of the biggest concerns I have with developing student portfolios exclusively within a "walled garden" environment like Moodle or Sakai is that other people (without a login) often do NOT have access to the content published there. If students move to a different school, it makes sense that their online portfolio should follow them.


Dies ist auch einer der Hauptgründe, warum wir eine stärkere Verschränkung von Mahara mit der Lernplattform Moodle am IMB bisher nicht vorgenommen haben - unsere Studierenden sollen als Alumni die Plattform auch nach dem Ende und außerhalb des Studiums verwenden können.

Insbesondere wenn mit Jugendlichen in der Schule E-Portfolios erstellt werden, fügt Fryer hinzu:

A student's ePortfolio should reflect and encompass their individual digital footprint. When an ePortfolio is built entirely in a walled-garden, password-protected environment, the opportunity to create and shape a digital portfolio on the open web is squandered. I recognize everything we create for school classes and on our own should not necessarily be published on the "global stage" (using Marco Torres' term) for the world to see. I am concerned, however, that in many schools we are NOT providing coaching and guidance to students about their digital footprint. Creating and maintaining ePortfolios for assessment purposes can provide that opportunity.


Und genau hier kommt eine Stärke von Mahara zum Tragen: es bietet einen "halbgeschützten" Raum, um mit der E-Portfolio-Arbeit in einer geschlossenen Gruppe zu beginnen, mit der Möglichkeit, ganz bewusst einzelne Teile des Portfolios auch über die eigene Lerngruppe hinaus zu verwenden.

Permalink

Veröffentlicht von Klaus Himpsl-Gutermann am 09. Januar 2011, 19:10

Feedback

*
*