Im Blickfeld von Klaus Himpsl-Gutermann: Mein Weblog : Seminar an der VBS-HAKIII Schönborngasse

Seminar an der VBS-HAKIII Schönborngasse

Bildquelle: www.schoenborngasse.vbs.ac.at

Gestern habe ich einen sehr schönen Tag an der VBS-HAKIII Schönborngasse in der Josefstadt in Wien verbracht. Eingeladen wurde ich von Susanne Pratscher, die dort die Fächer Deutsch und Englisch unterrichtet. Kennen gelernt habe ich Susanne schon vor etlichen Jahren, als ich noch in Dornbirn unterrichtet habe, über den E-Learning-Cluster bzw. das ENIS-Netzwerk (European Network of Innovative Schools). In den letzten Jahren hatten wir wenig Kontakt, umso mehr habe ich mich gefreut, dass das Thema E-Portfolio uns nun wieder zusammen geführt hat.

Susanne hat auf unserer Mahara-Plattform schon erste Versuche mit Schülerinnen und Schülern unternommen, die so vielversprechend waren, dass sie einerseits selbst in mehr Klassen damit arbeiten und andererseits auch Kolleginnen und Kollegen für die E-Portfolio-Idee begeistern wollte Das Interesse war erfreulich hoch, so dass ein Seminar im Rahmen der schulinternen Fortbildung mit 20 Personen zustande gekommen ist.

Die eintägige Variante hat sich in meiner Erfahrung als optimal heraus gestellt, es gelingt in dieser Zeit sehr gut, die beiden Hauptziele zu erreichen:

  1. Die Teilnehmer/innen sollen - auch wenn das Thema neu ist für sie - so viel Einblick in die Thematik bekommen, dass sie anschließend fundiert entscheiden können, ob sie mit einer Schulklasse in die E-Portfolio-Arbeit einsteigen wollen.
  2. Die Teilnehmer/innen erstellen selbst ein "kleines Beispielportfolio", wobei sie die wesentlichen Funktionen der Software kennen lernen.

Der Workshop ist als Mischung angelegt zwischen theoretischen Inputs von mir mit anschließenden Diskussionsrunden und einer praktischen Einführung in die Software. Hier zeigt sich ein wesentlicher Vorteil von Mahara für mich als Vortragender: alle Materialien bereite ich in Form eines E-Portfolios auf, das ich den Teilnehmer/innen Zugriff gebe. Somit brauche ich beim Seminartag selbst nur einen Rechner mit Internetzugang, alles weitere finde ich auf mahara.at. Meine Präsentationsfolien bette ich als Flashfilm in die Portfolioansicht ein (Beispiel siehe hier). so bin ich auch unabhängig von Betriebssystemen oder installierter Präsentationssoftware.

Eine Frage taucht bei den Seminaren immer wieder auf: "Wie ist das Verhältnis von Mahara und einer Lernplattform?" Meine Kurzantwort lautet: wenn in der Schule bereits eine Lernplattform (LMS oder LCMS) im Einsatz ist und E-Learning eine gewisse Verbreitung hat, können beide Bildungstechnologien gut parallel zum Einsatz kommen. Wenn ganz neu begonnen wird, würde ich zunächst mit Mahara beginnen und später entscheiden, ob weitere Plattformen sinnvoll sind und welche die virtuelle Lermumgebung gut ergänzen (zu diesem Thema werde ich demnächst einen separaten Eintrag verfassen).

Eines war gestern jedenfalls wieder spürbar: es macht einfach Spaß, mit Mahara zu arbeiten! Und dies weitgehend unabhängig davon, wie hoch die Computeraffinität ist. Die Zielgruppe gestern war sehr heterogen, sowohl vom Alter her als auch in Bezug auf die E-Learning-Vorerfahrungen und die Computerskills, und ich hatte den Eindruck, dass alle etwas mitgenommen haben und die beiden Hauptziele gut erreicht wurden.

An dieser Stelle nochmal ein Dankeschön an Susanne für die hervorragende Organisation (inclusive feiner Pausenverpflegung!) und allen Teilnehmenden für die engagierte Mitarbeit - ich habe mich sehr wohl gefühlt bei euch an der Schule!

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Veröffentlicht von Klaus Himpsl-Gutermann am 04. Februar 2011, 19:08

Feedback

Susanne Pratscher

Lieber Klaus,

Ich freue mich sehr, dass Du Dich bei uns an der Schule wohl gefühlt hast. Wir haben sicher alle viel mitgenommen von dem Seminar. Für mich war es außerordentlich positiv, dass ich einerseits dazu lernen konnte und andererseits nie den Eindruck hatte, dass das Tempo zu hoch ist. Wie man Moodle und Mahara am besten kombinieren kann wäre für mich von besonderem Interesse, weil ich die Moodle Plattform unserer Schule mit den Schülerinnen und Schülern sehr intensiv nütze.

Nun würde es mich sehr freuen, wenn auch andere Kolleginnen und Kollegen mit ihren Schülerinnen und Schülern Mahara nützen würden. Das Anlegen einer Klasse habe ich gelernt - es geht tatsächlich nur mit Open Office problemlos. Das gab mit Gelegenheit, auch in einem anderen Bereich wieder etwas dazu zu lernen. Nun können alle Kolleginnen und Kollegen problemlos zu mir kommen, und wir können in kurzer Zeit ein Klasse in Mahara anlegen.

Ich werde nun in den Semesterferien noch einmal einen Tag investieren, um mich ein weiteres Mal mit Mahara zu beschäftigen. Schließlich sollte ich ja gut gerüstet sein, wenn ich nach den Semesterferien meine Schüler wieder ermutige, ihr Portfolio auf den letzten Stand zu bringen.

Liebe Grüße

Susanne

Krenn Sigrid

Lieber Herr Kollege, ich empfand die Aufteilung, zuerst theoretische Hinführung zum Thema E-Learning und dann erst Überleitung zur Praxis, als besonders geglückt. Schon während des Seminars hatte ich so einige Ideen, wie ich Mahara in meiner Klasse sinnvoll einsetzen könnte und möchte diese unbedingt mit Beginn des nächsten Schuljahres umsetzen. Danke für den kurzweiligen Tag! Sigrid Krenn

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