Implementierung von E-Portfolios an der Technischen Universität Dresden von Andrea Lißner: Wo hört Stöbern auf, wo fängt Recherche an?

Wo hört Stöbern auf, wo fängt Recherche an?

Bisher habe ich mich, was die theoretische Betrachtung von E-Portfolio-Arbeit angeht, vor allem Klaus Himpsl-Gutermann gelesen und Peter Baumgartner und natürlich, was die Portfolio-Arbeit im Allgemeinen angeht, Thomas Häcker. Mit Abstrichen können auch die Arbeiten von Helen Barrett verwendet werden - allerdings zeigen sich bei Medien- und Lehrerbildung ziemlich deutlich die kulturellen Unterschiede zwischen dem angloamerikanischen Raum und Deutschland. Wir haben hier ein ganz anderes Datenschutzverständnis als die Amerikaner oder die Briten. Ähnlich verhält es sich mit mediendidaktischen Richtlinien zur Gestaltung von Materialien (Achtung: dies ist mein persönlicher Eindruck, keine belegte These!).

Praktisch gibt es da wirklich schon sehr viele Konferenzschriften und Projektberichte - inwieweit die immer so zitierfähig sind, sei mal dahingestellt...

Bücher dazu gibt's natürlich auch.

Ein winzige deutsche Auswahl einmal hier:

  • Meyer, T.; Mayrberger, K.; Münte-Goussar, S.; Schwalbe, C. (2011) : Kontrolle und Selbstkontrolle: Zur Ambivalenz von E-Portfolios in Bildungsprozessen (Medienbildung und Gesellschaft).  Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.
  • Müller, M. S.: E-Portfolio (2007) : Ein Instrument zur Entwicklung einer neuen Lernkultur im Hochschulwesen? Grin Verlag.Natürlich gibt es noch sehr viel mehr Literatur, vor allem wenn man das "E" vor Portfolio weglässt

Eine dicke Mendeley-Bibliothek darüber pflege ich derzeit noch und gebe die dann frei.

So furchtbar viel "zitierfähiges" ist aber leider nicht dabei. Tolle Informationen habe ich auf Blogs gefunden und in Projekt- und Erfahrungsberichten. Auch Konferenzen, die im Bereich Mediendidaktik gsd oft aufgezeichnet werden, waren und sind eine hilfreiche Informationsquelle.

Der Aktualität des Thema und der Wissenschaftskultur im Bereich E-Learning geschuldet, gibt es so gut wie täglich neue Blogeinträge oder Videos oder andere Quellen, die ich im Netz beim Stöbern finde. Wie damit umgehen?? Wie soll ich denn jemals eine MA abgeben, wenn ich täglich neue Quellen finde, die widerrum eher in der Kategorie "Populärwissenschaft" zu stecken sind? Meine neueste Entdeckung: Google+! Bedeutet: Noch mehr Input von anderen Wissenschaftlern, was wirklich super ist. Ich finde diese ganze "Ich-Vernetze-mich-mit-Peers-im-Socialweb"-Geschichte echt innovativ, weil man nicht mehr bis zur nächsten Tagung warten muss, bis man Leute trifft, die sich mit ähnlichen/gleichen Sachen beschäftigen. Dazu werde ich wohl mal einen separaten Artikel schreiben.

Alles in allem sollte ich wohl trennen, zwischen "Stöbern" und "Recherchieren" und dem Stöbern definitiv weniger Zeit widmen und mehr tatsächlich an der MA schreiben.

Veröffentlicht von Andrea Lißner am 17. August 2012, 19:15

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