Coworking - learn together von Thomas Fernsebner, M.A.: Note

Note

Die dichte Beschreibung wurde durch Clifford Geerzt angewendet und später verbreitet. Die Methode lässt zu, die Sachverhalte, die Emotionen und Phänomene erst nur zu beschreiben und später zu deuten. Denn wie bereits erwähnt, ist es nicht Ziel dieser Arbeit, wie in der klassischen Forschung Hypothesen aufzustellen, diese zu belegen oder zu widersprechen.  Es soll das Phänomen der Coworker/innen und deren reale Zustände im alltäglichen Leben und Zusammenarbeiten beschreiben und deuten. 

Geertz geht von einem „semiotischen“ Kulturbegriff aus; einem Kulturbegriff, der auf Semiotik (Zeichen) beruht. Er ist Verfechter eines offenen und flexiblen Konzeptes für Kultur. Dabei greift er auf den Kulturbegriff von Max Weber zurück, der Vorstellung von „Kultur als ein Geflecht von symbolischen Beziehungen“. Geertz ergänzt dieses Bild in dem er sagt: 

„Der Kulturbegriff, den ich vertrete […] ist wesentlich ein semiotischer. Ich meine mit Max Weber, daß der Mensch ein Wesen ist, das in selbstgesponnene Bedeutungsgewebe verstrickt ist, wobei ich Kultur als dieses Gewebe ansehe. Ihre Untersuchung ist daher keine experimentelle Wissenschaft, die nach Gesetzen sucht, sondern eine interpretierende, die nach Bedeutungen sucht. Mir geht es um Erläuterungen, um das Deuten gesellschafttlicher Ausdrucksformen, die zunächst rätselhaft scheinen.“

 

Die dichte Beschreibung, eine Methode, die durch Clifford Geerzt: Geertz, Clifford. The Interpretation Of Cultures. Basic Books, 2008. S. 1-33.

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